Support your local … oder auch nicht

Angebot für einen elektronischen Durchlauferhitzer vom Sanitärfritzen bekommen, 411,00 Euro. Bei Amazon nach diesem Modell geschaut, 245,08 Euro. In Erwartung eines Satzes wie »Wir geben Ihnen noch zwei Jahre Garantie auf unser Gerät obendrauf!« beim Sanitärfritzen angerufen. Und der so:

»Sie sind schon der zweite Kunde in dieser Woche, der für ein Gerät einen besseren Preis im Internet gefunden hat. Das ist eben unser Preis, nur knapp über unserem Einkaufspreis. Und jetzt können Sie sich überlegen, ob Sie einen Internetriesen unterstützen möchten oder die ortsansässigen Handwerker!«

Bei 165,92 Euro Preisunterschied fiel die Entscheidung nicht wirklich schwer. Und zum Glück gibt es auch andere ortsansässige Sanitärfritzen, die einem auch die Geräte einbauen, die man selbst besorgt hat. ■

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Spannbettlaken zusammenlegen

Ja, das ist jetzt so ein bisschen peinlich. Aber für jemanden, der sich den einfachen Krawattenknoten mit dem ADAC-Buch »Guter Rat von A bis Z« beigebracht hat, ist das doch ein Fortschritt. Und immerhin bin ich einer von zurzeit 53.920, das macht es leichter.


Vor allem aber: Die so gefalteten und endlich ordentlich im Schrank verstauten Bettlaken entschädigen für alles. ■

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Personal Kanban mit Trello

Auf Personal Kanban bin ich vor einiger Zeit gestoßen, um Projekte – beruflich wie privat – besser im Blick zu behalten und zügiger abzuschließen. Die Idee kurz zusammengefasst: Man notiert die zu erledigenden Aufgaben auf Klebezettel und lässt sie, zum Beispiel auf einer Tafel, durch mindestens drei Spalten wandern: Warteschlange (Ready), In Arbeit (Work in progress), Erledigt (Done). Dabei gibt es zwei Regeln: Es müssen Klebezettel für die einzelnen Aufgaben geschrieben werden, und die Anzahl der gleichzeitig zu erledigenden Aufgaben ist limitiert.

Die Vorteile dieser Methode:

  • Man hat durch die Ablage der zu erledigenden Aufgaben in der Warteschlange alles aus dem Kopf.
  • Man konzentriert sich auf eine überschaubare Anzahl von Aufgaben und macht nicht alles gleichzeitig.
  • Man visualisiert Fortschritt und Erfolg in der immer voller werdenden Erledigt-Spalte, gut für die Motivation.
  • Man fängt automatisch an, größere Aufgaben in Teilaufgaben zu zerlegen, um Zettel nicht in der In-Arbeit-Spalte versauern zu lassen.
  • Durch das Beschreiben und physische Verschieben von Klebezetteln werden alle diese Effekte im Gehirn (angeblich) besser verankert.

Grundsätzlich funktioniert das klasse; für mich auch prinzipiell besser als To-do-Listen. Gescheitert bin ich aber zunächst an der praktischen Umsetzung: Um für die Klebezettel nicht überall große Tafeln aufzustellen oder Flipcharts an die Wand zu hängen, habe ich mit kleinen Post-its auf einem DIN-A4-Tischaufsteller als Kanban-Board gearbeitet, der aber gerade für berufliche Projekte zu klein war. Ordentlich notieren konnte man auf den kleinen Zetteln auch nichts. Und die Priorisierung der Aufgaben in der Warteschlange wurde durch das ständige Umkleben zu lästig. Also war der Umstieg auf eine Software nötig, vernünftige Personal-Kanban-Software habe ich im Netz aber nicht gefunden. Ergo: Personal-Kanban-Pause.

Doch dann bin ich durch diesen Artikel auf Trello gestoßen. Von Kanban (oder anderen Projektmanagement-Methoden) ist in der Selbstbeschreibung nicht die Rede, obwohl Trello genau dafür entwickelt wurde:

»Trello is a collaboration tool that organizes your projects into boards. In one glance, Trello tells you what’s being worked on, who’s working on what, and where something is in a process.«

Das alles passiert auf einer schicken Webplattform, auf der sich auch virtuell die Zettel verschieben lassen (und damit das physische Verschieben fast ersetzen lässt). Und das geht auch in der iPhone-App, sodass ich auch mobil Zettelchen schreiben kann. Und man kann an Trello-Boards gemeinsam arbeiten. Und noch viele Sachen mehr. Und das alles jetzt und in Zukunft für lau. Wahnsinn. Es gibt kaum eine Software, die mich von Anfang an mehr begeistert hat. ■

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Gesehen: Fever Pitch

Ein Film, wie er in diese Woche kaum besser hätte passen können. Auch wenn sich in »Fever Pitch« alles um Baseball dreht.

  • Drew Barrymore ist ja so gar nicht mein Typ. Aber irgendwie spielt die ständig in Filmen mit, wo ich sie am Ende auch heiraten würde.
  • Ich habe bis zum Abspann benötigt, um den Film mit dem Buch von Nick Hornby in Verbindung zu bringen. Wobei der deutsche Titel, »Ein Mann für eine Saison«, ja eher … Ach, egal, romantische Komödien müssen so heißen.
  • Dass die Boston Red Sox ausgerechnet während der Dreharbeiten das Unmögliche möglich machten, das Drehbuch deshalb umgeschrieben werden musste und sich eine Minimalbesetzung der Filmcrew einen Tag vor dem World-Series-Endspiel auf den Weg nach St. Louis machte, um dort vor Ort zu filmen, wäre ohne das Bonusmaterial an mir vorbeigegangen. Genau dafür wurde die DVD erfunden.
  • Überhaupt: Hach, Boston!
  • Ach, das Buch wurde auch schon einmal zum Originalthema verfilmt. Genau dafür wurde das Internet erfunden.

Ansonsten: »It’s just a game.« Auch so ein Satz, den ich dringend einmal verbloggen müsste. ■

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Gesehen: Looper

Wenn man durch »Zurück in die Zukunft« in puncto Zeitreisen sozialisiert wurde, gerät einem das Raum-Zeit-Kontinuum mächtig ins Wanken, wenn sich jüngeres Ich (Joseph Gordon-Levitt) und älteres Ich (Bruce Willis) plötzlich gegenüberstehen – und sich auch noch miteinander unterhalten! Das ist die Geschichte von »Looper«: Menschen werden gegen ihren Willen per Zeitreise in die Vergangenheit geschickt, um dort von Loopern wie Gordon-Levitt umgebracht zu werden. Und der hat mit Bruce Willis plötzlich sich selbst, 30 Jahre älter, vor der Flinte.


Im Bonusmaterial auf der DVD erklärt Brian Clegg sehr gut, warum die Logik in »Looper« in sich schlüssig ist. Und wie pfiffig er den Kniff findet, dass alles das, was Gordon-Levitt erlebt oder seinem Körper antut, auch Auswirkungen auf Bruce Willis hat.

Fazit: Gordon-Levitt imitiert den jungen Bruce Willis hervorragend, was der bei den Dreharbeiten wohl auch neidlos anerkannte. Wenn man bei Filmen mit Zeitreisen nur nicht so viel nachdenken müsste! Ich werde »Looper« wohl noch ein weiteres Mal anschauen müssen, um die Stellen nachzuholen, die ich deshalb nicht mitbekam. (»I don’t want to talk about time travel because if we start talking about it then we’re going to be here all day talking about it, making diagrams with straws.«) ■

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