Jahresrückblick 2017

Nur ein Gastbeitrag.

Zugenommen oder abgenommen? Ein gutes Jahr dank FDDB, FLÜ und YAYOG. Erst knapp 8 Kilo runter, dann wieder 4 Kilo rauf. Aber hoffentlich habe ich auf dem Weg das ein oder andere Gramm Fett durch Muskelmasse ersetzt.

Haare länger oder kürzer? Vor allem sagte Daniela irgendwann, dass sie schwanger sei. Seitdem bin ich bei vier unterschiedlichen Friseurinnen gewesen. Ich!

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich müsste wohl mal wieder zum Optiker. Besser noch: Vorher zum Augenarzt.

Mehr ausgegeben oder weniger? Schon wieder Plusminusnull. Sobald die Steuerrückzahlung eingetrudelt ist. Aber beim Finanzamt machen die ihren Job wohl auch nur aus Liebhaberei.

Mehr bewegt oder weniger? 46 Einheiten mit Mark Lauren liegen jetzt hinter mir. Fast jeden zweiten Tag in den letzten drei Monaten. Ich sehe zwar keine Veränderung, aber ich spüre sie bei jedem Workout. Anstrengend, aber motivierend. Halten Sie ein gleichmäßiges Tempo ein. Anfangen!

Die gefährlichste Unternehmung? Herzlich willkommen! Diese Frage ist der diesjährige Streichkandidat im Jahresrückblick. Im kommenden Jahr wird sie deshalb schonungslos ersetzt durch die Frage: »Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?« (In diesem Jahr wäre die Antwort: Dass es Ärztinnen wie Frau Hoeft gibt.)

Die teuerste Anschaffung? Das Klappfahrrad samt Zubehör, dicht gefolgt vom gebrauchten Zoom H6 und dem Allergo-Screen.

Das leckerste Essen? Ich koche wirklich gerne. Auch glutenfrei und ohne Ei und frei von Milchprodukten und ohne Spuren von Hastenichgesehn. Aber so ein belegtes Brötchen mit Schinken und Analogkäse und Senf und Ketchup und Salat … das kann echt was. Davon abgesehen: Ich bin begeistert, dass ich endlich glutenfreien Pizzateig beherrsche. Der Timpano war dieses Jahr so lecker wie nie. Die Fritten im Maria Eetcafe. Sbriciolata di patate, hach, dich vermisse ich! Die Erdnussbutter von nu3 im Kilobecher. Valsoia-Eis, du Retter in der Not.

Das beeindruckendste Buch? »Der Pfau«, gelesen von Christoph Maria Herbst.

Der berührendste Film? »Verstehen Sie die Béliers?«: Rotz und Wasser, alleine vor dem Fernseher.

Das beste Lied? Nach dem Interview von Jakob Buhre mit Mark Forster fällt mir diese Antwort zwar schwer, aber der Refrain von »Sowieso« ist für mich in diesem Jahr zum Familienmantra geworden.

Der unterhaltsamste Podcast? »A Twin Peaks Podcast: A Podcast About Twin Peaks«. Was für eine Chemie.

Die meiste Zeit verbracht mit? Nicht mit Schlafen.

Die schönste Zeit verbracht mit? Dieser Familie.

Erfreut hat mich? Die dritte Staffel von Twin Peaks und alles, was damit zusammenhing. Helllooo-hooo-hooo! War das ein schöner Sommer!

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Predni. Mydri. MTX.

Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte? Erfolgserlebnisse.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Dafür müsste ich erst einmal mich selbst regelmäßig überzeugen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Der Candygrabber vielleicht? Den habe ich zumindest sehr gerne verschenkt.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Wie sie sich um die Kinder kümmert.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? Nur indirekt: »Mit Verlaub, für wie blöd halten Sie meine Mandanten?«

Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen? Es tun und dranbleiben.

Enttäuscht hat mich? Dinge nicht zu tun, sodass ich nicht dranbleiben kann.

2017 zum ersten Mal getan? Zuckerwatte selbst gemacht, Reibekuchen gebacken, Torsten Sträter live gesehen, ein Motorboot gefahren, bei Zalando bestellt, zur Ostheopathin gegangen, der Älteste auf einer Party gewesen, den ersten eigenen Cache geloggt.

2017 nach langer Zeit wieder getan? Auf einem Schlitten den Berg heruntergefahren, in einer Jugendherberge geschlafen (sogar in zweien), Creature Ball gespielt, bei einer Beerdigung gewesen, Kettenkarussell gefahren, mich vom Regen durchnässen lassen, Kaktusfeigen gegessen, Salzbraten gemacht, »Drei Nüsse für Aschenbrödel« gesehen, Pool-Billard gespielt.

Und was war sonst noch? Neue Hörgewohnheiten dank Spotify-Familien-Account, ein Putschglas, Trolls zu Karneval, der Ausflug nach Linz, das Cathy-Hummels-Lookalike-Foto, der Ausflug in den Klotti-Park, ihr Award, die Backpfeife, der sensationelle Ersatzzahnarzt, der Gartenhäuschen-Typ, das Jubiläumssommerfest, der Puppenkönig-Gutschein, der Ausflug ins Odysseum, erfolgreiche Nicht-Wiederwahl in der Kindergarten-Vorstand, Kurzarbeit, der Esel-und-Teddy-Relaunch, die Umstellung auf DVB-T2, Schaarsilou, der Fanta-Rülpser, No-Pants-Besuch, ein Feuerwehr- und ein Hexengeburtstag, der vermutlich letzte BayMosch-Abend, der Ausflug ins Bubenheimer Spieleland, die Terrassensäuberung mit Hochdruck, das Raymond-Video, der Schlagzeug-Tusch, Reifenrodeln in Lannesdorf, keine Zeit für Calliope, Tradition, das Feldenhagen-Interview, 12 Körnerbrötchen, keine Zeit für Thimbleweed Park, Em-Boblo-Abende, die Goldene Timbeere.

Vorherrschendes Gefühl 2017? Nachdenkliche Gelassenheit. Genau. Geht nicht.

2017 war mit einem Wort? Angespannt. ■

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Jahresrückblick 2016

Ich wollte nicht. Aber jetzt habe ich doch. Ohne wäre schade.

Zugenommen oder abgenommen? Ich habe mich in diesem Jahr nicht auf die Waage gestellt. Alte Verhaltensmuster haben sich wieder eingeschlichen. Aber wenn ich wollte, könnte ich jederzeit wieder … Haha! Plus 5 Kilo.

Haare länger oder kürzer? Keine Veränderung.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Der Optiker war zufrieden mit der Entwicklung meiner Augen, weil er dieses eine Rädchen in die andere Richtung drehen konnte, bevor er die neuen Gläser bestellte.

Mehr ausgegeben oder weniger? Plusminusnull.

Mehr bewegt oder weniger? Zu wenig auf konstantem Level.

Der hirnrissigste Plan? Herzlich willkommen! Diese Frage ist der diesjährige Streichkandidat im Jahresrückblick. Im kommenden Jahr wird sie deshalb schonungslos ersetzt durch die Frage: »Erfreut hat mich?«

Die gefährlichste Unternehmung? Das war ein ziemlich ungefährliches Jahr.

Die teuerste Anschaffung? Das Schiebetür-Auto.

Das leckerste Essen? Zucchini-Hackfleisch-Pfanne. Flammblätterteig. Cheeseburger-Muffins. Schinkennudeln. Jedes Essen in Cannobio.

Das beeindruckendste Buch? »Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast«. Das Buch hat mich in der ersten Jahreshälfte ziemlich umgehauen – so sehr, dass ich mich seitdem nicht getraut habe, den Ratschlägen konsequent zu folgen. Aber wenn ich wollte, könnte ich jederzeit … Haha!

Der berührendste Film? Ich habe bei IMDb meine erste 10 vergeben: »Alles steht Kopf«. Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich war bestens unterhalten, ich habe etwas gelernt. Mehr kann ein Film nicht leisten.

Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen? Ich besitze eine Scanner-Persönlichkeit.

Das beste Lied? Irgendetwas zwischen »Hulapalu«, »Keine Maschine« und »Baby, it’s cold outside«.

Der unterhaltsamste Podcast? Strangers.

Die meiste Zeit verbracht mit? Projektmanagement in der einen oder anderen Form.

Die schönste Zeit verbracht mit? Dieser mit den Jahren immer noch großartiger werdenden Familie.

Enttäuscht hat mich? Dass ich so häufig denke, dass wenn ich wollte, ich jederzeit …

2016 zum ersten Mal getan? 50 goldene Geschenke verschenkt, mit einem Podcast auf einer Bühne aufgetreten, am Beckenrand mitgefiebert, das Ende einer Ganztierfütterung gesehen, gesnappt, im Wohnzimmer gepicknickt, Proteinshakes geschlürft, mich an Cold-brew Coffee versucht, einen Modelvertrag unterschrieben, in ein Bällebad gehüpft, in der Mittagspause gegrillt, das Familientippspiel gewonnen, mich mit Pokemons beschäftigt, in einem Châteu genächtigt, Geocaching gemacht, glutenfrei gekocht, auf einer Hüpfburg gehopst, grüne Smoothies gemixt.

2016 nach langer Zeit wieder getan? Eine Probezeit bestanden, Currys gekocht, beim Wrestling gewesen, einen Zahn gezogen bekommen, Monopoly gespielt, im Museum gewesen, einen 3D-Film gesehen, Slotter gespielt, bei einem Umzug geholfen, in Legokisten gewühlt, in einer Tanzschule getanzt, Sternschnuppen gezählt, einem Werbefilm meine Stimme geliehen, beim Firmenlauf mitgelaufen, ein Crowdfunding-Projekt unterstützt, mit dem Bus nach Hause gefahren.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Die ersten zwei Wochen nach der Einschulung, die verschleppte Bronchitis, dass Onkel Martin schon stirbt.

Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte? Private Produktivität, sinnvoll verbrachte Zeit, Perspektivwechsel.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Den Unterschied zwischen Selbstdefinition und Identifikation. Davon habe ich aber vor allem mich selbst überzeugt.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Die Milchschänke vielleicht.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Unser Familienleben.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? »Du bist manchmal wie die EU: Dinge regulieren wollen, die man nicht regulieren muss.«

Und was war sonst noch? Wunderbare Abende mit der selbsternannten Selbsthilfegruppe, einen neuen alten Kollegen begrüßt, all die Oma-Episoden, das Aphtentheater, die Einführung der Wochenkarte, Herrenabende, diese Prowin-Damenrunde vor unserer Gästetoilette, die (indirekte) Nominierung für den Grimme Online Award, die Frau auf dem Bahnsteig mit dem leidenschaftlichsten Stinkefinger aller Zeiten, das Zitat auf Focus Online, Amazon Fire TV, die neue Kaffeemaschine, das WLAN-Radio.

Vorherrschendes Gefühl 2016? Es wird immer besser werden.

2016 war mit einem Wort? Abwartend. ■

Jahresrückblick 2015

Es ist ein schönes Ritual geworden, zwischen den Jahren alle Tweets und Facebook-Posts, Fotos und Instagram-Bilder, Blogdingseinträge und Excel-Listen, Amazon-Bestellungen und Trello-Kärtchen durchzusehen, um so das vergangene Jahr für diesen Rückblick noch einmal Revue passieren zu lassen.

Zugenommen oder abgenommen? Derzeit zum Vorjahr 4 Kilogramm runter, vom Höchststand 2015 aus gesehen sogar gute 8 Kilogramm. Denn Mitte des Jahres habe ich meine Ernährung umgestellt: auf Low Carb. Das ließ nicht nur Pfunde purzeln, sondern tut meinem gesamten Organismus gut. Größter Nachteil: Essen ohne Planung ist fast nicht mehr möglich, ohne zweiten Kühlschrank noch schwieriger. Echte Hürden sind das allerdings nicht.

Haare länger oder kürzer? »Augenbrauen auch machen? Ach nee, das sieht ja so noch gut aus.«

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Keine Ahnung, verändert zumindest. Vor allem links. Ich sollte 2016 mal wieder zum Optiker gehen.

Mehr ausgegeben oder weniger? Die Lage entspannt sich seit August.

Mehr bewegt oder weniger? Ein Desaster. Das ist ein Thema für 2016.

Der hirnrissigste Plan? Zu glauben, den Schlaf besiegen zu können.

Die gefährlichste Unternehmung? Gefährlich vielleicht nicht, aber so ein Jobwechsel nach elfeinhalb Jahren ist schon ziemlich aufregend.

Die teuerste Anschaffung? Ein neuer, gebrauchter Podcast-Rechner für 179 Euro. Privater Konsum ist es also nicht, was für den ständigen Kontonotstand sorgt. (Wobei die tatsächlich teuerste Anschaffung das Laufband war, das ich jedoch nur indirekt bezahlt habe. Und das Smartphone ist geleast.)

Das leckerste Essen? Was stehe ich inzwischen auf Naturjogurt! Hätte ich vor einem halben Jahr so auch nicht gedacht.

Das beeindruckendste Buch? Irgendwas zwischen »Das hier ist Wasser« und »Das Café am Rande der Welt«.

Der berührendste Film? Die höchste Punktzahl haben in diesem Jahr »Der Vorname« und »Eltern« erhalten.

Die beste CD? Herzlich willkommen! Diese Frage ist der diesjährige Streichkandidat im Jahresrückblick. Im kommenden Jahr wird sie deshalb schonungslos ersetzt durch die Frage: »Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?«

Das beste Lied? Goodbye to Yesterday (Elina Born & Stig Rästa).

Der unterhaltsamste Podcast? Leitmotiv.

Die meiste Zeit verbracht mit? Neulich stellte ich fest, dass die Zeitspanne zwischen dem Verlassen des Hauses und meiner Rückkehr an normalen Arbeitstagen 11 Stunden beträgt. Keine weiteren Fragen.

Die schönste Zeit verbracht mit? Der Familie in Cannobio.

Enttäuscht hat mich? Das Vier-Minuten-Gespräch. Wobei, eigentlich auch nicht.

2015 zum ersten Mal getan? Ein Produkt nach einem Crowdfunding erhalten, einer MiMiMiMi-Lesung gelauscht, bei einer Ballettaufführung gewesen, mich als Baum verkleidet, Briefe mit meinem Foto verschickt, ein E-Bike gefahren, ein Fußball-Podcast gestartet, Firmpate gewesen, ein Biertrikot getragen, Bubble-Soccer gespielt, Mojito-Eis gegessen, S’mores gegrillt, Filme und Serien auf Amazon Prime Video geschaut, Xylit bestellt, Babo Blue getrunken, beim Taschenlampenkonzert gewesen, Fußballgolf gespielt, Zufluchtssuchende unterstützt, Nutellasterne gebacken, per Jobticket unterwegs gewesen, mich zu Halloween schminken lassen, bei der Thai-Massage gewesen, Zahnfee gespielt.

2015 nach langer Zeit wieder getan? Einem Kristallbaum beim Wachsen zugesehen, im Hallenbad gewesen, den Mobilfunk-Anbieter gewechselt, auf einem Gasherd gekocht, im Lago Maggiore geplanscht, in einem Kaiten-Sushi-Restaurant gegessen, einen Bierdeckelturm gebaut, Wrestlemania geschaut, ganze Weinflaschen mit neuen Freunden geleert, mein Profilbild geändert, Kartoffeldruck gemacht, Superbowl geschaut.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Die ewigen Krankenhausbesuche, die Hammelmann-Geschichte, auf die Mittagsspaziergänge verzichten zu müssen.

Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte? Erkenntnisreiche Momente, gerne im Gespräch mit Freunden. Post und Geschenke von Podcasthörern. Viel Zeit für die Kinder.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Ich mich selbst von vielen kleinen und großen Dingen. Das habe ich aber großzügig ins kommende Jahr verschoben.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Kratzeis vielleicht.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Die Briefekiste.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? »Werde richtig kernig!«; »Es war die sprichwörtliche Ehre, mit dir gearbeitet zu haben.«; »Vielleicht interessierst du dich nicht für Einhörner, ich mich aber schon!«; »Vielen, vielen Dank für die zahlreichen unterhaltsamen Podcast-Stunden, die Du mir (und allen anderen Hörern) in diesem Jahr beschert hast!«; »Papa, guck!«; »Scheiße, ich werde Dich vermissen.«

Und was war sonst noch? Die Makeup-Genius-App, kurze Vorstandssitzungen, Nutellagläser mit Namen, Elsa und Anna und Olaf, Dominations, ein 5-km-Lauf, die Stunden in der Intensivstation, Share the Meal, ein eingeklemmter Nerv im Rücken, Bürger auf Puerto Patida geworden, der 11.000-ste Tweet, Ben & Jerry’s Peanut Butter Cup, der vermutliche Flattr-Tod, die Schranke, die alte Dame im Ippendorfer Eiscafé »Eiszauber« mit ihrem eigenen Porzellanschälchen und Silberlöffel, Slack, Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.

Vorherrschendes Gefühl 2015? Aktiv auf der Suche zu sein.

2015 war mit einem Wort? Veränderung. ■

Timpano 2015

Timpano 2015

Es war nicht hilfreich, dass ich meine handschriftlichen Notizen aus dem Vorjahr verbummelt hatte. Die Zutaten sind mir nur so um die Ohren geflogen, sodass nicht nur der Timpano nahezu aus allen Nähten platzte, sondern auch noch eine Extraportion Ziti mit Tomatensoße als zusätzliches Mittagessen im Gefrierschrank wartet.

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Die Teigmenge war dieses Jahr perfekt. Beim Verschließen sollte ich mich aber an die Tucci-Regel halten, dass sich Teigschichten möglichst nicht überlappen sollten.

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Das nächste Mal muss ich wieder mit mehr Tomatenmark in der Soße planen, farblich und geschmacklich. Die Linsenbällchen waren klasse. Die würzigen Käsesorten und die Salami habe ich nicht vermisst (die vegetarische ohnehin nicht). Das etwas teurere Olivenöl hat sich gelohnt, zumindest war da dieses Jahr keinerlei bitterer Nachgeschmack. Die Erbsen passen zur Füllung ideal. Auberginen funktionieren als Füllung auch, sie müssten allerdings vorgegart werden; so schnell ziehen sie die Soße dann doch nicht ein. Nächsten Jahr: Pilze ausprobieren!

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Laut Oma Tucci soll der Timpano 30 Minuten ruhen, bevor man ihn anschneidet. Dass passte – insbesondere in diesem Jahr – so gar nicht in den Heiligabend-Zeitplan. Wenn man den Timpano allerdings früh anschneidet, läuft viel Flüssigkeit aus, wodurch sich in Folge keine schönen Stücke schneiden lassen. (Mein Mitternachtssnack hingegen blieb wunderbar in Form.) Wie löse ich das Dilemma: Timpano am 23. Dezember abends oder am 24. Dezember morgens fertigstellen und dann … die Stücke in der Mikrowelle oder im Backofen aufwärmen? Das kommt mir so unweihnachtlich vor.

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Na, da gibt es doch wieder ein paar kleinere Aufgaben für das kommende Jahr zu lösen! Ansonsten: Ich liebe diese Tradition! Weitere Bilder gibt es drüben bei Instagram: 1, 2, 3, 4, 5. ■

Timpano 2015 – Vorbereitungen

Das wird dieses Jahr anders. An Heiligabend muss ich einen halben Tag arbeiten, die Vorbereitungen für den Timpano müssen alle am 23. Dezember abgeschlossen sein. Also muss das Brimborium, muss die Aufgeregtheit, die Magie um den Timpano ein wenig in den Hintergrund treten.

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Auf Instagram habe ich nach #Timpano gesucht, um Ideen für vegetarische Füllungen zu bekommen. Die eigentliche Erkenntnis war: Auch dann, wenn man sogar auf dem Foto erkennt, dass der Timpano ohne viel Buhei zubereitet wurde, bleibt ihm etwas Besonderes. Das erleichtert mich.

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Den handschriftlich ergänzten Rezeptzettel aus dem letzten Jahr finde ich nicht mehr. Nicht gescannt, nicht fotografiert, nicht im Rezepteordner abgeheftet oder ins Tucci-Kochbuch gelegt. Zum Glück habe ich in den beiden Vorjahren hier im Blogdings viele Gedanken festgehalten, sodass der Einkaufszettel bereits steht. Und eine neue Textdatei für den Timpano 2015.

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Vermutlich werde ich die Tomatensoße sogar schon am Dienstag zubereiten. Die Linsenbällchen und den Teig erst am Mittwoch. Dann können die Zutaten am Donnerstagvormittag in Ruhe auf Zimmertemperatur gebracht werden, und nachmittags sind es nur noch ein paar köchelnde Kleinigkeiten und das Zusammensetzen. Klingt nach einem Plan.

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Ohne Aufgeregtheit geht das doch gar nicht, ein Gericht nur einmal im Jahr zu kochen. ■

Wie klingt dein Tag?

Die Idee von Jörn Schaar, an einem festen Tag im Monat den eigenen Tag zu vertonen, ist viel zu nerdig, als dass ich nicht längst mitmachen wollte. Ähnlich wie bei #12von12 oder #WMDEDGT gilt es, sich selbst den Tag über zu begleiten – bei #WKDT eben akustisch, immer am Achten eines Monats.

 
Heute habe ich es geschafft, es ist eine Soundcollage geworden: Angefangen mit dem ersten Kaffee habe ich immer wieder Geräusche eingefangen. Was mir beim Durchhören auffällt: Wie anders, wie viel ärmer der Tag doch klingt, wenn man im Wesentlichen auf Sprache und Musik verzichtet. Wie langatmig manche Episode ist, die einem beim Erleben gar nicht so lang vorkommt. Wie viele Geräusche man gar nicht wahrnimmt oder unbewusst ausblendet.

So klang er also nicht, der 8. Dezember 2015. Aber so klang er auch. ■