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Der erste Anreiz zum Bloggen war*
… eigentlich gar keiner. Mein Spaß an digital-öffentlichen Texten ging Mitte der Neunzigerjahre als Mailboxpoint los, die Möglichkeiten dazu wurden fremdbestimmt von heute auf morgen beendet. Ein Reanimationsversuch Jahre später schlug fehl. Von diesen Schreibinfarkten nie kuriert bin ich völlig zufällig auf argh.de gestoßen, habe weitergeklickt und war infiziert. Ob nun wieder oder erstmalig, kann ich deshalb schwer sagen.

Ich lasse Kommentare zu …
… weil ich nicht anders kann. Weil ich voller Hoffnung bin, dass andere sich bei manchem Eintrag einfach nicht bremsen können. Weil Tagebücher mit Goldschlösschen out sind. Weil ich die Kommentarfunktion auch bei anderen Blogs schätze. Und weil ich mir das selbst so gesagt habe.

Meine Texte sind …
… meistens kurz. Ich habe schon oft über die perfekte Textlänge eines Eintrages nachgedacht: Letztendlich schreibe ich vermutlich die Texte, die ich selbst gerne lesen möchte. Und viele kleine Häppchen kann mein Kopf einfach besser verdauen, bei der täglichen Informationsflut. Auch wenn ich nichts gegen so manches Mehrgangmenü einzuwenden habe.

Die Öffentlichkeit des Bloggens …
… macht die Sache noch spannender, als sie ohnehin schon ist. An die negativen Seiten denke ich (noch) nicht, sondern freue mich über den tackernden Zähler und warte neugierig auf Kommentare. Außerdem ist sie meine Koautorin, denn ihretwegen schreibe ich Texte neu, formuliere Gedanken um und zensiere mich selbst.

Blogs sind wichtig, weil …
… sie mein Leben bereichern. Punkt.

Heute blogge ich …
…, morgen vermutlich auch noch. Und dabei werden sich tagtäglich mein Stil, meine Themen und meine Einträge mit mir verändern. Am liebsten würde ich Ich habe bereits jetzt schon den einen oder anderen Eintrag aus den ersten Tagen gelöscht. Auch das gehört zu diesen Seiten dazu.

Blogs bieten mir im Gegensatz zu anderen Medien …
… ein besser selektierbares, offenes und unaufdringliches Informationsangebot, das wirkliche Sendervielfalt, Überparteilichkeit und Emotionen liefert. Und das nicht nur im Gegensatz, sondern zusätzlich zu anderen Medien.

Meine Leser sind für mich …
… ungreifbar, unbekannt, unerwartet.

* Die Fragen auf dieser Seite entstammen dem Buch »Blogs! – Text und Form im Internet« (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2004). ■

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