Anlageberatung

Mit Mama telefoniert. Damit auch irgendwie mit Papa, denn die beiden verwenden das Telefon ausschließlich als Walkie-Talkie, seitdem sie das erste Gerät mit Lautsprecherfunktion besaßen. Auch dann, wenn nur einer von beiden im Raum ist.

Mama: »Dann haben wir da ja noch diesen Fond im Depot. Jetzt ist der endlich über <$Gesamtwert> geklettert, und ich möchte alles verkaufen und als Festgeld anlegen. Dein Vater meint aber, wir sollten das noch liegen lassen. Was denkst denn du?«
Ich: »Es ist völlig egal.«
Papa (im Hintergrund): »Siehste, hab ich doch gesagt!«
Mama: »Wieso das denn?«
Ich: »Ob ihr diesen Betrag jetzt im Fond belasst und darauf hofft, dass der sich ein bisschen besser entwickelt als der Geldmarkt, ist doch völlig egal. Ihr braucht das Geld nicht akut, und entweder es vermehrt sich mit vielleicht 2 % fest oder im Fond ein bisschen schlechter oder ein bisschen besser. Langfristig müsste natürlich …«
Mama: »Das liegt da jetzt schon so lange und hat jetzt gerade einmal <$Gesamtbetrag> erreicht! In zehn Jahren oder so, müsste ich noch mal nachschauen. Fest anlegen ist immer besser, denn da weiß ich, was ich bekomme! Wenn ich das damals fest angelegt hätte!«
Ich: »Aber es ist doch letztlich egal, wie es sich entwickelt hat, denn darauf seid akut nicht angewiesen. Deswegen ist es auch für die Zukunft egal, wie ihr es anlegt.«
Papa (im Hintergrund): »Siehste!«
Mama: »Aber wenn ich das jetzt fest anlege, dann habe ich doch nach einem Jahr <$Betrag> an Zinsen. Und bei dem Fond weiß ich das nicht!«
Ich: »Das ist richtig. Dann macht doch Folgendes: Verkauft die Hälfte vom Fond und legt dieses Geld fest an. So behält Papa seinen Spaß, den Fondverlauf zu beobachten, und du weißt für die andere Hälfte, was du nach einem Jahr an Zinsen bekommst. Nach einem Jahr schaut ihr, was die bessere Anlagestrategie war, und der Gewinner lädt den anderen mit dem Gegenwert zum Essen ein!«
Mama (lacht): »Ha, also du hast immer Ideen! Aber so können wir dann ja wirklich sehen, was die bessere Strategie war! Siehste, so macht man das! Einfach die Hälfte verkaufen! Danke, Junge.«  ■

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