Trotzdem danke, Oma Luzie!

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die das Leben fundamental verändern. Es ist nämlich so: Wie man sich eine Schleife bindet, hat mir Oma Luzie beigebracht. Und diese Schleife ist nicht nur äußerst instabil, sondern bereits das Binden furchtbar anzuschauen. In Stichworten: Einfacher Knoten, Mittelfinger (Mittelfinger!) der linken Hand auf den Knoten pressen, Schlaufe mit der rechten Hand machen, den vom Mittelfinger gehaltenen Knoten mit dem Daumen der rechten Hand übernehmen, freies Schnürsenkelende über die Schlaufe werfen (werfen!), mit dem jetzt freien Mittelfinger der linken Hand dieses Ende durch die neue Schlaufe schieben, festziehen.

Ja, dafür kann man ausgelacht werden.

Ich hatte bereits nach eindrucksvoller Hilfe gesucht: Aus Angst, dass ich der kleinen Motte diese familiäre Schmach unabsichtlich vererben könnte. Ich habe ihr beim Schuhebinden sogar immer gesagt, dass sie jetzt wegschauen soll, um das bloß nicht so zu lernen. Aber diese anderen Schleifen waren einfach nichts für mich. Nicht erlernbar, nicht zur Umstellung geeignet. Und dann kam dieses Video:


Danke, Terry Moore. Durch Sie hat jeder Tag in meinem Leben an Qualität gewonnen. Nicht nur, dass ich mit der Gewissheit lebe, perfekt gebundene Schuhe an den Füßen zu tragen; dieser Knoten hält einfach verdammt gut. Und Doppelknoten, alter Freund: Nimm es nicht persönlich. Oma Luzie hätte es auch nicht verstanden. ■

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