Gehört: Ortsgespräche, WRINT 162

»Die Konservativen haben keine Ideologien.«

Matthias von Hellfeld, Ortsgespräche, WRINT 162.

Zunächst einmal: Was für eine großartige Feststellung! Seitdem ich das gehört habe, kann ich das politische Geschehen nicht mehr beobachten, ohne an diesen Satz denken zu müssen.

Ideologen legen den Satz so aus: Konservative sind Wendehälse. Fähnlein im Wind. Heute so, morgen so. Unverlässlich. Unglaubwürdig. Konservativ betrachtet könnte man aber auch sagen: Man kann immer nur von seinem aktuellen Wissensstand ausgehend bewahren und erhalten; und muss als Konservativer bei Erkenntnisgewinn alte Positionen hinterfragen und gegebenenfalls über Bord werfen – man wird ja von keiner Ideologie daran gehindert, seinen Standpunkt zu verändern. (Wer sich dennoch weigert, ist wohl ein Erzkonservativer.)

Eigentlich sollten Koalitionsverhandlungen mit Konservativen deshalb doch eine Wonne sein. Man muss sie nur zu Erkenntnis führen. ■

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