All I Want for Christmas … (Timpano 4)

Mein erster Timpano, eine neue Tradition zu Weihnachten. #timpano

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Ich kürze an dieser Stelle ab: Der Timpano war großartig! Es gibt aber auch Verbesserungspotenzial, das kann ich gar nicht anders:

  • Der Provolone ist einfach nicht mein Käse. Im nächsten Jahr will ich ihn durch Büffelmozzarella ersetzen. (Und damit haben wir dann nicht nur eine neue Familientradition, sondern sogar ein eigenes Familienrezept. Hach!)
  • Wenn ich schon Käse ersetze: Den Pecorino werde ich im kommenden Jahr testweise gegen Parmesan tauschen.
  • Das Ragù Tucci sollte mit dem Zauberstab passiert werden, damit es sich besser an die Gesamtmasse schmiegt.
  • Die Hackbällchen können mehr Würze vertragen. Interessant, da ich ja noch am Tag zuvor den mittelalten Pecorino durch jungen ersetzen wollte, weil sie mir zu würzig erschienen. Aber die Schärfe durch den Käse war nach einem Tag verflogen, da gehört vielleicht Chili oder Cayennepfeffer zum Hackfleisch. Oder man bereitet sie an dem Tag frisch zu, an dem auch der Timpano in den Ofen kommt.
  • Ich habe die Ursprungsmengen ja halbiert – das war nicht nur völlig ausreichend, für die doppelte Menge hätte ich auch gar keine passende Form gehabt. (Unsere Edelstahlform übrigens: Spitze! Das zu »It’s all about the pan!«) Nächstes Jahr würde ich aber trotzdem etwas mehr Salami (250 g) und etwas mehr verquirlte Eier (3 oder sogar 4) hinzufügen, um den Stücken beim Anschnitt mehr Halt zu verleihen.
  • In »Big Night« sieht die Teighülle irgendwie weicher aus. (Vielleicht auch nur getrickst.) Nächstes Jahr fette und öle ich die Form noch ein bisschen stärker ein, der krosse Teig war aber auch so sehr lecker. Überhaupt war es vermutlich eine gute Idee, den Teig bereits morgens zu kneten und bis zum Abend in Frischhaltefolie im Kühlschrank zu lagern: Ich habe noch nie einen Teig so problemlos so dünn ausgerollt bekommen, der dann auch noch den Transfer in die Schüssel ohne Risse überstanden hat.
  • Ich war sehr glücklich, dass es von Barilla tatsächlich Ziti zu kaufen gibt. Die zu kochen, ist ohne einen Riesentopf eher unmöglich, sodass ich sie in der Mitte durchgebrochen und für die Timpanofüllung noch einmal kleiner geschnitten habe. Warum dann nicht direkt auf Macceroni setzen? Andererseits fand ich es auf dem Teller großartig, dass die Nudeln so unterschiedlich in ihrer Länge waren.

Zusammenfassend: Das Geräusch, wenn man nach all der Vorbereitung und Vorfreude die Schüssel auf ein Holzbrett stürzt, der Timpano aus der Form gleitet und auch in Form bleibt: Dafür alleine war es das alles schon wert. Und der erste Anschnitt. Und der erste Bissen. Und diese Glückseligkeit, dass ich diesen schon lang ersehnten Wunsch in die Tat umsetzen konnte. Und dass wir jetzt tatsächlich ein eigenes Traditionsgericht haben. Und dieser Satz: »Papa, ab jetzt will ich jedes Jahr zu Weihnachten aber Nudeln und Salami!« Groß-ar-tig. ■

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Ein Gedanke zu „All I Want for Christmas … (Timpano 4)

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