Jahresrückblick 2013

Um die Lücken – oder eher: die Suche nach Antworten – in diesem Fragebogen auf Dauer möglichst gering zu halten, werde ich ab diesem Jahr jeweils eine Frage streichen und durch eine andere ersetzen. (In Wirklichkeit habe ich das ja auch früher schon gemacht.) Es trifft in diesem Jahr die Frage nach dem schönsten Satz, den ich zu jemandem gesagt habe, neu hinzugekommen ist dafür die Frage nach dem Podcast des Jahres.

Zugenommen oder abgenommen? Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember liegt ein Plus von 1,3 Kilogramm. Geschwankt, nach oben und unten gleichermaßen, hat das Gewicht aber viel stärker. Die Frau Serotonic hat in diesem Jahr zu diesem Thema übrigens sehr tolle Zeilen geschrieben. Und irgendwann begreife ich auch, dass man durch Nahrungsaufnahme nicht wirklich wacher wird.

Haare länger oder kürzer? Keine Veränderungen. Aber ich bin in diesem Jahr das erste Mal von Mama auf meine grauen Haare angesprochen worden.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich muss so dringend zum Optiker! Rechts ist unverändert, aber links ist viel Soße.

Mehr ausgegeben oder weniger? Ich bin völlig verblüfft: Mein Jahresplaner weist ein sattes Plus von 34 Euro 75 aus. Und ein Plus gab es seit etlichen Jahren nicht mehr. Keine Ahnung, wie das passieren konnte.

Mehr bewegt oder weniger? Ein Trauerspiel. Wird aber wieder.

Der hirnrissigste Plan? Genau in dem Jahr, in dem der kleine Mann auf die Welt kommt, mit zwei neuen Podcasts zu starten. Aber für die Homestorys war die Zeit irgendwie reif, und es ist eine wundervolle erste Staffel geworden; jetzt muss ich den Hintern für die Gastgeberakquise hochkriegen, um zukünftig allzu große Lücken zwischen den Episoden zu vermeiden. Im Wagen vor mir läuft ohnehin nur so nebenher, macht deshalb aber nicht weniger Spaß. Und beide Podcasts sind in erster Linie als Ausbildungsprojekte für mich selbst angelegt. Nichtsdestotrotz: Vom Zeit- und Planungsaufwand in diesem Jahr völlig hirnrissig.

Die gefährlichste Unternehmung? Mich bei den Ironbloggern Bonn angemeldet zu haben. Dafür halte ich mich aber richtig gut.

Die teuerste Anschaffung? Auch hier weiß der Jahresplaner die Antwort: Der blöde neue Reifensatz vorne.

Das leckerste Essen? Habe ich schon einmal den Timpano erwähnt? Davon abgesehen hat 2013 das leckerste Eis der Welt mein Leben bereichert: Salted Caramel von Häagen-Dazs.

Das beeindruckendste Buch? Ich lese zwar viel, für Bücher hat es in diesem Jahr aber kaum gereicht. Irgendwo muss man ja Abstriche machen. Deshalb ist es irgendetwas zwischen Eine Billion Dollar und Er ist wieder da.

Der berührendste Film? Bis vor zwei Tagen hätte hier vermutlich Barney’s Version gestanden, aber Die Stadt der Blinden hat das brutalst getoppt.

Die beste CD? Zwei CDs habe ich 2013 gekauft: Mit freundlichen Grüßen und den Giraffenaffen-Sampler. Ganz ehrlich: Da mag ich keinen Favoriten auswählen. (»Meine Ooooma hat ein iPhone mit Propeeeeeeller …«)

Das beste Lied? Recovery von Frank Turner.

Das schönste Konzert? Kunstgriff: Konzerte kann man sich doch auf YouTube anschauen. Und mein absoluter Lieblingskünstler auf YouTube war in diesem Jahr Gennaro Contaldo. Bei ihm ist die Zubereitung jedes Essens mit so viel Liebe orchestriert – könnte ich stundenlang schauen!

Der unterhaltsamste Podcast? Mein Leben in besonderem Maße bereichert hat 2013 der Küchen-Funk.

Die meiste Zeit verbracht mit? Ich habe zwar nicht die meiste Zeit damit verbracht, habe aber noch nie eine Serie auf DVD so zügig weggeguckt wie Hustle: Alle acht Staffeln in vier Wochen. »If you’ve ever been brilliant, please be brilliant now.« Das galt für praktisch jede Episode, von ein paar Episoden in Staffel 3 jetzt einmal abgesehen.

Die schönste Zeit verbracht mit? Meiner 3+1-Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2013? Nichts zu schaffen.

2013 zum ersten Mal getan? Einen Timpano zubereitet. Einen Raum gefliest. Blut gespendet. Den Titel »Best of Teletwitter« eingeheimst. Mich in den Vorstand eines Vereins wählen lassen. Eine Spaltaxt geschwungen. Spätzle selbst gemacht. Einen Feuersalamander gefunden.

2013 nach langer Zeit wieder getan? Eine Bootstour auf dem Rhein unternommen. Zu Sankt Martin geschnörzt. In einem Zelt übernachtet.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Opa hätte gerne noch ein paar gute Jahre leben dürfen, dann hätten wir dieses Jahr seinen 99. Geburtstag gefeiert. Und die Wochen, Tage und Stunden mit und um Papa im Krankenhaus hätten auch nicht sein müssen. Nach diesen beiden Punkten ist es praktisch bedeutungslos, dass ich mir die laufende Heckenschere in den Unterschenkel gerammt habe.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Diese Frage ist vermutlich der nächste Kandidat, um gestrichen zu werden. (Lustig aber, dass »Mit Argumenten überzeugen Sie alle Skeptiker.« mein Glückskeks-Spruch zu Silvester 2012 war, den ich das ganze Jahr im Portemonnaie mit mir trug.) Aber wer es hören möchte, dem empfehle ich Trello recht überzeugend.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Zumindest an seiner Reaktion lässt sich ablesen, dass sich Christian tierisch über meinen Audiokommentar zu seiner 1.000 Episode gefreut hat. Ich habe einen Podcast gerettet! (Vielleicht.)

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Dass da seit diesem Jahr ein zweites, gesundes, offenbar sehr glückliches Kind bei uns wohnt. Schöner geht nicht.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? »Halt dein Herz fest,erwidre noch gebaucht.«, »Hat der Proksch wieder getrunken?«, »Du stehst jetzt auf, sofort!«, »Bei euch ist ja auch ständig Holiday on Ice!«, »Sein Tag scheint mehr als 24 Stunden zu haben!«

Und was war sonst noch? Dieses Fußballjahr! Mit dem Triple! Und Pep!

2013 war mit einem Wort? Kunterbunt. ■

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s