Gepodcastet: HS028 – Nachtschichten in Galway (André)

André begleitet mich in Sachen Podcast schon seit Jahren: Als Hörer sowieso, aber auch mit seinen eigenen Podcasts, für die er irgendwann nicht mehr die ausreichende Muße hatte. Umso schöner, dass er mich jetzt schon zum zweiten Mal als Gastgeber zu einer Homestory eingeladen hat – dieses Mal nach Irland. Und auch bei den Iren fasste dich wieder annen Kopp, wie die so Wohnraum vermieten. Aber der Rest der Insel scheint tatsächlich so toll zu sein, wie alle immer sagen. ■

Ich habe mit einem Fuchs gesprochen

Ich erinnere mich noch daran, dass ich als Kind den Bausparfuchs von Schwäbisch Hall total super fand: Wir hatten damals ja nichts, da waren »Comics« zwischen Ute, Schnute, Kasimir oder den Mainzelmännchen besonders begehrt.

Und jetzt, gute 25 Jahre später, hat mich der Bausparfuchs angesprochen, ob ich ihm für sein Blog nicht ein bisschen was zu den Homestorys erzähle. Ehrensache: Ist doch schön, wenn man nach so langer Zeit etwas zurückgeben kann. ■

Comedians In Cars Getting Coffee – Season 2

Morgen startet die zweite Staffel von Comedians In Cars Getting Coffee!

Eines meiner Lieblingsformate im Web: Jerry Seinfeld holt einen »lustigen Prominenten« in einem für ihn ausgesuchten Auto ab, sie fahren ein bisschen durch die Gegend, plaudern und albern herum, gehen einen Kaffee trinken und einen Happen essen – und das wars auch schon. Herrlich. ■

Personal Kanban mit Trello

Auf Personal Kanban bin ich vor einiger Zeit gestoßen, um Projekte – beruflich wie privat – besser im Blick zu behalten und zügiger abzuschließen. Die Idee kurz zusammengefasst: Man notiert die zu erledigenden Aufgaben auf Klebezettel und lässt sie, zum Beispiel auf einer Tafel, durch mindestens drei Spalten wandern: Warteschlange (Ready), In Arbeit (Work in progress), Erledigt (Done). Dabei gibt es zwei Regeln: Es müssen Klebezettel für die einzelnen Aufgaben geschrieben werden, und die Anzahl der gleichzeitig zu erledigenden Aufgaben ist limitiert.

Die Vorteile dieser Methode:

  • Man hat durch die Ablage der zu erledigenden Aufgaben in der Warteschlange alles aus dem Kopf.
  • Man konzentriert sich auf eine überschaubare Anzahl von Aufgaben und macht nicht alles gleichzeitig.
  • Man visualisiert Fortschritt und Erfolg in der immer voller werdenden Erledigt-Spalte, gut für die Motivation.
  • Man fängt automatisch an, größere Aufgaben in Teilaufgaben zu zerlegen, um Zettel nicht in der In-Arbeit-Spalte versauern zu lassen.
  • Durch das Beschreiben und physische Verschieben von Klebezetteln werden alle diese Effekte im Gehirn (angeblich) besser verankert.

Grundsätzlich funktioniert das klasse; für mich auch prinzipiell besser als To-do-Listen. Gescheitert bin ich aber zunächst an der praktischen Umsetzung: Um für die Klebezettel nicht überall große Tafeln aufzustellen oder Flipcharts an die Wand zu hängen, habe ich mit kleinen Post-its auf einem DIN-A4-Tischaufsteller als Kanban-Board gearbeitet, der aber gerade für berufliche Projekte zu klein war. Ordentlich notieren konnte man auf den kleinen Zetteln auch nichts. Und die Priorisierung der Aufgaben in der Warteschlange wurde durch das ständige Umkleben zu lästig. Also war der Umstieg auf eine Software nötig, vernünftige Personal-Kanban-Software habe ich im Netz aber nicht gefunden. Ergo: Personal-Kanban-Pause.

Doch dann bin ich durch diesen Artikel auf Trello gestoßen. Von Kanban (oder anderen Projektmanagement-Methoden) ist in der Selbstbeschreibung nicht die Rede, obwohl Trello genau dafür entwickelt wurde:

»Trello is a collaboration tool that organizes your projects into boards. In one glance, Trello tells you what’s being worked on, who’s working on what, and where something is in a process.«

Das alles passiert auf einer schicken Webplattform, auf der sich auch virtuell die Zettel verschieben lassen (und damit das physische Verschieben fast ersetzen lässt). Und das geht auch in der iPhone-App, sodass ich auch mobil Zettelchen schreiben kann. Und man kann an Trello-Boards gemeinsam arbeiten. Und noch viele Sachen mehr. Und das alles jetzt und in Zukunft für lau. Wahnsinn. Es gibt kaum eine Software, die mich von Anfang an stärker begeistert hat. ■

Update: Hier findet man eine schöne Best-of-Sammlung weiterer Projektmanagement-Tools. Natürlich inklusive Trello. (via e13.de)

Claudia Dammann

Die WDR-5-Sendung Tischgespräch ist oft anstrengend. Vermutlich, weil die Interviewten und ihre Geschichten perfekt auf die Zielgruppe des Senders abgestimmt werden, zu der ich tendenziell nicht gehöre. Vor allem aber, weil die Interviewer es oft in der ersten Minute schaffen, mein Interesse für das Thema bzw. den Gesprächspartner vollkommen einschlafen zu lassen – ich überspringe dann die komplette Podcast-Episode.

Nicht so Claudia Dammann: Sie schafft es immer und von Anfang an, mir jeden Interviewgast schmackhaft zu machen. Die Hingabe, mit der sie sich auf ihr Gegenüber vorbereitet hat, die Eloquenz, mit der sie ihren Gesprächspartnern auf Augenhöhe begegnet, und ihr Talent, nicht nur einen vorbereiteten Gesprächsverlauf ab-, sondern an den entscheidenden Stellen nachzuhaken, bezaubert mich ein ums andere Mal. Auf der WDR-5-Webseite gab es zu ihr lange Zeit einen Eintrag ohne Foto mit extrem kurzen Text, inzwischen ist ihr Name gar nicht mehr verlinkt. Was sie irgendwie noch interessanter macht. ■