Wie klingt dein Tag?

Die Idee von Jörn Schaar, an einem festen Tag im Monat den eigenen Tag zu vertonen, ist viel zu nerdig, als dass ich nicht längst mitmachen wollte. Ähnlich wie bei #12von12 oder #WMDEDGT gilt es, sich selbst den Tag über zu begleiten – bei #WKDT eben akustisch, immer am Achten eines Monats.

 
Heute habe ich es geschafft, es ist eine Soundcollage geworden: Angefangen mit dem ersten Kaffee habe ich immer wieder Geräusche eingefangen. Was mir beim Durchhören auffällt: Wie anders, wie viel ärmer der Tag doch klingt, wenn man im Wesentlichen auf Sprache und Musik verzichtet. Wie langatmig manche Episode ist, die einem beim Erleben gar nicht so lang vorkommt. Wie viele Geräusche man gar nicht wahrnimmt oder unbewusst ausblendet.

So klang er also nicht, der 8. Dezember 2015. Aber so klang er auch. ■

Kommunikationshilfe für die Geflüchteten

Ich habe heute ein gutes Projekt entdeckt: Die Crowdfunding-Kampagne für ein Bildwörterbuch als Kommunikationshilfe für Flüchtlinge. Schon erfolgreich mit Geld beworfen. Für die schnelle Hilfe sofort vor Ort gibt es aber vor allem ein zweiseitiges PDF zum Herunterladen und Ausdrucken in Creative-Commons-Lizenz. Großartige Sache. ■

Urlaub in Cannobio

Immer draußen essen, warme Nächte, Buch in der Hand, kein Auto, im Lago planschen, Steine anhäufen, Sonne, schlendern, Eidechsen, Gasherd, Sonnencreme, luftgetrocknete Wäsche, Klappläden, Promenade, Bimmelbahn, Conad, Kaffee auf dem Balkon, Gewitter mit Stromausfall, komische Belgier, Grissini, jeden Abend Eis, Mojito-Eiscreme, durchschlafende Kinder, Live-Musik, Liegewiese, Raumschiffmüll, Postamt, weiche Luft, wohlfühlen. ■

Organspendeausweis als Plastikkarte

Bei der letzten Blutspende stellte ich fest, dass sich mein Organspendeausweis langsam auflöst. Den habe ich vor etwas mehr als einem Jahr aus einem Flyer herausgelöst; Papier ist in meinem Portemonnaie offensichtlich nicht sonderlich sicher aufbewahrt.

Organspendeausweis als Plastikkarte

Erkenntnis 1: Man kann sich von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kostenlos einen Organspendeausweis als Plastikkarte zuschicken lassen. Erkenntnis 2: Das Unternehmen, das im Auftrag der BZgA den Organspendeausweis verschickt, ist die Deutsche Vertriebsgesellschaft für Publikationen und Filme mbH mit Sitz … in Meckenheim. ■

Pia-Peak und Buddenbohm-Bäng

Pia hatte mich vorgewarnt: »Warte ab, bis ich was zu unserer Podcast-Episode gepostet habe. Danach wird es bei dir auf der Seite rappeln.« Genau so war es.

Die Homestorys sind, wie eigentlich alle meine Webprojekte, von so einer gemütlichen Beschaulichkeit geprägt: Rund 150 Hörer holen sich inzwischen regelmäßig die MP3-Datei ab. Ein paar von ihnen verschlägt es dann und wann auch auf das Blog zum Podcast; seit dem Start im Februar 2013 sind dabei rund 5.000 Seitenaufrufe zusammengekommen. Diese Zahl hat sich in den letzten 14 Tagen verdoppelt. Uff. Danke, Pia!

Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon mit Webseiten mit viel Zugriff zu tun gehabt hätte. Nur eben über meine eigenen ist eine solche Welle noch nie gerollt, eine Welle, der man nach jedem Klick auf F5 zurufen will: Ey, aber mach nichts kaputt! Das ist hier nur ein kleiner Podcast! Klar, ihr dürft alle wiederkommen und so, und wieso findet von euch 5.000 Seitenaufrufern nicht auch mal einer den Weg in die Kommentare … oder zu meinen anderen Podcasts … oder zu Flattr … oder auf Twitter oder App.net einfach mal was teilen, da sind doch so Buttons? Wirklich ein komisches Gefühl: Die ständige Sorge, dass die Meute irgendwie über einen herfällt. Tut sie es aber nicht, ist man auch enttäuscht.

Ganz so schlimm war es natürlich nicht, im Gegenteil: Die Kommentare zur Episode mit Pia zeigten sehr schön einen Querschnitt dessen, was eben so ins Internet geschrieben wird: Ein inhaltlicher Kommentar (der bei Pia besser aufgehoben gewesen wäre), ein Lob, Soundqualitätsgemotze und jemand, der das mit dem schlechten Sound völlig anders sieht. Den Satz bei Pia in den Kommentaren – »Sollteste öfter machen, den Moderator kann man sich ja schenken.« – habe ich mal ganz dezent an mir abprallen lassen.

So, das waren sie also, meine 15 Minuten Ruhm.

Und als die Pia-Welle gerade freundlich abflachte, teilte Frau Serotonic meinen Flaschen-auf-dem-Kassenband-Beitrag auf Facebook. Und der Herr Buddenbohm hat die Zeichnung dadurch auch irgendwie gefunden und in seiner Woanders-Kategorie verlinkt. Alles auf Anfang: Jetzt rollte eine weitere Welle, dieses Mal über dieses Blogdings hier. Der »Rekord« mit knapp 100 Seitenaufrufen an einem Tag wurde am Montag mit 1.609 Seitenaufrufen mal eben so eingestellt. Uff. Vielen Dank, Herr Buddenbohm!

Pia-Peak und Buddenbohm-Bäng

Verrückt, weitere 15 Minuten.

Und trotz der Erfahrung mit dem Pia-Peak war ich beim losrollenden Buddenbohm-Bäng innerlich genauso aufgeregt. Und tippte schon wieder ständig auf F5, um mir die aktuelle WordPress-Statistik anzusehen. Und schaute mir an, wohin es die Besucher sonst so trieb. Und fühlte mich bei süffisanten Kommentaren so ein bisschen auf den … nee, eigentlich nicht. Und dann schmissen zwei mir fremde Menschen tatsächlich Kleingeld in den Flattr-Hut. Und wieder andere folgten mir plötzlich auf Instagram. Irre.

Und noch immer landen überdurchschnittlich viele Menschen auf meinen Seiten. Wahnsinn! Wirklich Wahnsinn! Das waren zwei spannende Webwochen für mich. Mal schauen, wie sehr mir die Peaks und Bängs fehlen werden, wenn hier wieder die gemütliche Beschaulichkeit eingezogen ist. ■

Hopjesvla

Noch bevor ich Kaffee mochte, war Hopjesvla mein Lieblingsvla. Er war schon deshalb besonders, weil es ihn in den Niederlanden immer nur in der Halbliterpackung gab – keine Ahnung, ob das noch immer so ist. Und worum es sich bei »Hopjes« handelte, alleine nur die Kombination aus Karamell- und Kaffeegeschmack, wusste ich damals auch noch nicht. Ist ja aber egal, Hopjesvla ist halt lecker.

Gestern dann erhob sich die Erinnerung an Hopjesvla aus dem Geschmack der unbekannten Hackerbrause. Nach Hopjesvla gegoogelt, dieses Rezept in Evernote für »irgendwann einmal« abgespeichert, heute Mittag alle Zutaten zusammengerührt. Weil sie einfach so vorrätig waren.

Ist das lecker!

Und so einfach in der Zubereitung. Und so lecker. Hatte ich schon geschrieben, wie lecker Hopjesvla ist? Und dass man ihn ganz einfach selber kochen kann? ■