Gesehen: Spectre

➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉

Christoph Waltz: Fünf Punkte. Batista mit seinem Ein-Wort-Tod: Ein Punkt. Das war es aber auch schon. Ein James-Bond-Dilemma. ■

Advertisements

Gesehen: Die Glenn Miller Story

➊➋➌➍➄➅➆➇➈➉

Erst sang jemand Pennsylvania 6-5000 beim Mittagsspaziergang (Interessante Historie übrigens!), dann tauchte dieses Lied in der ersten Staffel von Twin Peaks auf (Kausalzusammenhang wahrscheinlich!), deshalb landete dieser Film in meinem TVinfo-Agenten (Da sind vielleicht Sachen drin!), schon zeigte das ZDF den Film neulich mitten in der Nacht (Zurecht!).

Auch wenn manche seiner Entscheidungen aus heutiger Sicht sicherlich fragwürdig sind: Was für ein krasses Lebenswerk! Also das von Glenn Miller. Wusste ich alles nicht. James Stewart hingegen kann offensichtlich nur diese eine Rolle Mann mit den immer gleichen Gesichtern spielen. Tragisch. Aber die Musik reißt es dann wieder auf gute vier Punkte raus. ■

Gesehen: Jennas Kuchen

➊➋➌➍➎➅➆➇➈➉

Ein Film aus der Kategorie: »Hä, wie ist der denn auf meiner Watchlist gelandet?« Egal, geschaut ist geschaut; und die Idee, dass Jenna zu jeder Stimmungslage einen neuen Pie erfindet (»I Hate My Husband Pie«, »Pregnant Miserable Self Pitying Loser Pie«, »Earl Murders Me Because I’m Having An Affair Pie«), ist richtig lecker, macht nur leider ungefähr fünf Minuten des Films aus. Der Rest ist verbrannter Mürbeteig, nicht aufgehender Hefeteig, zu flüssiger Nudelteig. Bis auf: Matlock! Ja, Matlock! Andy Griffith als Grumpy Old Man, dem das Diner gehört, in dem Jenna arbeitet. Auch kitschig angelegt, aber hey: Matlock! Will sagen: Vermutlich ein guter Film für einen Mädelsabend, der sogar mit Ach und Krach den Bechdel-Test besteht. Aber wie ist nur auf meiner Watchlist gelandet? ■

Gesehen: Eltern

➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉

So gut beobachtet. So wahr. So glaubhaft gespielt. Robert Thalheim gehören für das Drehbuch viele Preise verliehen.

Wenn die Tränen getrocknet sind, ist am größten jedoch die Erleichterung darüber, dass sich alle diese Geschichten im echten Elterndasein nicht konzentriert in eineinhalb Stunden ereignen. ■

Gesehen: Kochen ist Chefsache

➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉

Das macht man nicht! Das Genre des komödiantischen Spitzenkochfilms sollte verboten werden. Es ist ein ganz wunderbarer Film, aber es sollte ihn einfach nicht geben dürfen. Jean Reno ist toll, Michaël Youn ist toll, aber sie hätten nach dem Lesen des Drehbuchs einfach nicht zusagen dürfen. Das gehört sich einfach nicht. ■

Gelesen: Hitze

➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉

Ich bin ja bekanntermaßen fasziniert vom Blick in Restaurantküchen. Die militärische Organisation, die ewige Suche nach Perfektion, die professionelle Auseinandersetzung mit Lebensmitteln. Wenn die Beteiligten allerdings so wenig Spaß an der Sache haben, wie Bill Buford es in »Hitze« beschreibt – oder eher: der Stress dermaßen überwiegt –, schlägt meine Faszination um.

Durch viele Seiten dieses Buches habe ich mich deshalb in wahrsten Sinne des Wortes gequält. Mario Batali hätte ich mir lieber nie auf YouTube angesehen. Die Besessenheit hat mich angewidert. Es gibt aber auch tolle Passagen – lehrreiche Abhandlungen zu Pasta beispielsweise –, zu denen der feuilletonistische Schreibstil perfekt passt.

Ich war also hin- und hergerissen von diesem Buch, abgestoßen und begeistert, und das Bewertungspendel schlug letztlich doch knapp in den positiven Bereich. ■