Gelesen: Ich bin kein Serienkiller

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Ein merkwürdiges Buch. Ein mindestens extrem verschrobener Teenager im Mittelpunkt, eine düstere Twin-Peaks-Atmosphäre, ständig wechselndes Tempo in der Erzählung. Als das Buch mir gerade anfängt zu gefallen, taucht ein Dämon auf: Der From-Dusk-Till-Dawn-Effekt. Trotzdem konnte ich das Buch ab einem bestimmten Punkt nicht mehr aus der Hand legen, und Band 2 und 3 der Trilogie von Dan Wells warten auch schon auf mich. ■

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Wie so ein Tagebuchblogger

Liebes Tagebuch, das war eine wirklich aufregende Woche!

  • Am Montag haben wir einen Familienausflug gemacht, und ich habe zwei Schränke an die Wand gedübelt.
  • Am Dienstag war ich mit Team BayMosch auf Tour, und ich habe ein T-Shirt geschenkt bekommen.
  • Am Mittwoch habe ich nach über 11 Jahren meinen Arbeitsvertrag gekündigt, und ich hatte Salsiccia auf meiner Pizza.
  • Am Donnerstag habe ich ganz viele Emotionen erlebt, und ich war seit langer Zeit wieder einmal im Schwimmbad.
  • Am Freitag bin ich am späten Nachmittag auf dem Sofa eingeschlafen, und ich habe »Anchorman« (➊➋➌➍➎➅➆➇➈➉) und »Anchorman 2« (➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉) auf Amazon Instant Video gesehen.
  • Am Samstag war mein neuer Arbeitsvertrag zur Unterschrift in der Briefpost, und ich habe durch einen vollen Familienterminplan das DFB-Pokal-Finale verpasst.
  • Am Sonntag waren wir wieder einmal auf der Ocean Paradise essen, und wir haben den Hausputz gemacht.

Sind Tagebuchblogger eigentlich auch so schlecht in der Gewichtung von Ereignissen? ■

Gepodcastet: HS034 – Backen ohne Backofen in Bonn (Lydia)

Da lacht das Ohr des Bonner Ironbloggers: Ich war mit den Homestorys bei Lydia in Poppelsdorf zu Gast, die ziemlich genau weiß, warum mancher nur kleine Brötchen backt. Kuchen auf dem Salzberg, Lasagne aus der Pfanne, Reis im Bett: So kocht man in und mit der Pantryküche. ■

Gepodcastet: HS033 – Kleine Weltreise in Frankfurt-Bockenheim (Andrea)

Es macht mich beim Podcasten immer besonders glücklich, wenn ich mein wichtigstes Ziel erreiche: Podcasts zu produzieren, die ich selbst gerne hören würde. Das gelingt natürlich nicht immer. Vom Druck, für die quasi anonyme Hörerschaft etwas veröffentlichen zu müssen, oder dem Wunsch, für die bloße Anstrengung die gesuchte Anerkennung zu bekommen, kann ich mich nicht immer befreien. Das möchte ich gar nicht per se verteufeln, das kann auch hilfreich sein, aber ich erreiche in diesen Fällen nicht die vollkommene Glückseligkeit. Nicht mit mir, nicht mit der jeweiligen Episode.

Bei der Aufnahme mit Andrea gab es aber diesen Moment, in dem beides keine Rolle spielte. Ich hatte sie gefragt, ob sie bei den Homestorys mitmachen wolle, weil ich ihr einfach unheimlich gerne zuhöre, wenn sie von ihren Reisen berichtet, und liebe ihren ausschmückenden, klugen Erzählstil. Irgendwann in den ersten 15 Minuten der Aufnahme stellte ich plötzlich fest: Das ist Frau Diener, die für dich und mit dir eine Reisereportage durch ihre Wohnung unternimmt. Das ist genau das, was du so gerne hörst – aber bei dieser Geschichte bist du gerade der alleinige Ersthörer. Für diese Momente liebe ich dieses Hobby. Danke, Andrea. ■

Gesehen: Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben

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»Ich habe da noch dieses After-Effects-Template, wo aus einem Kampfhubschrauber ein LKW purzelt.« – »Ach, super! Ich hatte bislang nur die Idee für eine Verfolgungsjagd am Anfang. Das wäre aber zu dünn für den Film.« – »Was machen wir dann am Ende, wenn da keine Verfolgungsjagd kommt?« – »Da müssen wir was am Setting drehen. So ein völlig abwegiger Ort für einen Actionfilm.« – »Hmm, Grenoble in der Schweiz? Oder nein, warte: Tschernobyl!« – »Das ist es! Wie bescheuert! Großartig!«

Leider so gar nicht. ■

Gesehen: Der Vorname

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»Das ist doch dieser Film, wo die sich darüber streiten, ob man sein Kind …«

Genau. Aber mit der Verkürzung auf diese Fragestellung aus dem ersten Teil tut man der Geschichte unrecht. Denn der wundervoll beobachtete Familienwahnsinn im zweiten Teil, dieses Drama, das wir alle nur zu gut kennen, macht den Film erst zu etwas Besonderem. Eine absolute Empfehlung von mir, wenn man erstens nicht davon abgeschreckt ist, dass der Film auf einem Theaterstück basiert und sich deshalb praktisch nur in einem Raum abspielt, und man sich zweitens daran hält, im Vorfeld nichts über das Stück zu lesen. ■

Gepodcastet: HS031 – Treppauf, treppab in Hengelo (Angelika)

Es fühlte sich ungewohnt an, wieder eine Homestory aufzunehmen. Die Winterpause war viel zu lang, ein Staffelstart im März viel zu spät. Aber Angelika war eine tolle Gastgeberin, und Späßchen über Holland versöhnen einfach sehr schnell. Ich werde die »Hartelijke groet« in ihren E-Mails vermissen.

Ach ja: Ein kleines Vlokken-Paket ist jetzt auf meinem Amazon-Wunschzettel zu finden. Keine Ahnung, wie ich jetzt darauf komme. ■