Es gibt Blumenkohl, Baby!

Der neue Star am Low-Carb-Himmel ist … Blumenkohl. Den man wie Reis verwendet. Blumenkohl-Reis, »Cauliflower Rice«, was natürlich noch besser klingt, um drumherum einen kulinarischen Hype zu kreieren. Aber ist es nicht eher Reis-Blumenkohl? Ach, egal, ich will Mittagessen für morgen kochen. Deshalb habe ich den Test gemacht: Kann Blumenkohl das halten, was Reis verspricht?

Nein. Natürlich nicht. Dann aber doch.

Der Reihe nach: Den Blumenkohl habe ich auf der groben Käsereibe pulverisiert. Mit Küchenkrepp ordentlich trockentupfen, damit man ihn nicht so lange braten muss. Sesamöl in die Pfanne, erhitzen, den Blumenkohl anbraten. Es dauert einige Zeit, bis die guten … schreibe ich jetzt tatsächlich Röstaromen … entstehen, aber man sieht dem Blumenkohl an, wenn genug Flüssigkeit verflogen und er lecker angebräunt ist. Immer schön rühren. So nach fünf bis zehn Minuten habe ich ihn dann mit 50 ml Sherry abgelöscht und 100 ml Sojasauce hinterhergekippt, alles ein bisschen einkochen lassen. Großzügig 2 TL Erdnussbutter dazu. Und weiterrühren. Schließlich noch eine Zwiebel und Tiefkühlerbsen in die Pfanne, immer weiterrühren. Parallel habe ich aus vier Eiern ein Omelett zubereitet, das ich in Stücke geschnitten und zum Schluss untergehoben habe. Fertig. Zwei ordentlich große Portionen ergibt das, vor allem durch die Größe des Blumenkohls bestimmt. Bei den sonstigen Zutaten sind der Fantasie ja ohnehin keine Grenzen gesetzt, das habe ich frei improvisiert mit dem, was da war.

cauliflower-rice

Fazit: Das ist ein sehr leckeres Gericht, das wie ein asiatisches Reisgericht daherkommt, so riecht, so schmeckt. Dem aber der Reis fehlt. Aber eben nicht fehlt, es ist also gar nicht schlimm, dass der Reis nicht da ist. Man darf halt nur nicht erwarten, dass man ein Reisgericht bekommt. Und sich über die Kohlenhydrate freuen, die man einspart – oder in Erdnussbutter investiert. Das ist ja grundsätzlich immer die richtige Entscheidung. ■

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