Gesehen: Die Glenn Miller Story

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Erst sang jemand Pennsylvania 6-5000 beim Mittagsspaziergang (Interessante Historie übrigens!), dann tauchte dieses Lied in der ersten Staffel von Twin Peaks auf (Kausalzusammenhang wahrscheinlich!), deshalb landete dieser Film in meinem TVinfo-Agenten (Da sind vielleicht Sachen drin!), schon zeigte das ZDF den Film neulich mitten in der Nacht (Zurecht!).

Auch wenn manche seiner Entscheidungen aus heutiger Sicht sicherlich fragwürdig sind: Was für ein krasses Lebenswerk! Also das von Glenn Miller. Wusste ich alles nicht. James Stewart hingegen kann offensichtlich nur diese eine Rolle Mann mit den immer gleichen Gesichtern spielen. Tragisch. Aber die Musik reißt es dann wieder auf gute vier Punkte raus. ■

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Gesehen: Jennas Kuchen

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Ein Film aus der Kategorie: »Hä, wie ist der denn auf meiner Watchlist gelandet?« Egal, geschaut ist geschaut; und die Idee, dass Jenna zu jeder Stimmungslage einen neuen Pie erfindet (»I Hate My Husband Pie«, »Pregnant Miserable Self Pitying Loser Pie«, »Earl Murders Me Because I’m Having An Affair Pie«), ist richtig lecker, macht nur leider ungefähr fünf Minuten des Films aus. Der Rest ist verbrannter Mürbeteig, nicht aufgehender Hefeteig, zu flüssiger Nudelteig. Bis auf: Matlock! Ja, Matlock! Andy Griffith als Grumpy Old Man, dem das Diner gehört, in dem Jenna arbeitet. Auch kitschig angelegt, aber hey: Matlock! Will sagen: Vermutlich ein guter Film für einen Mädelsabend, der sogar mit Ach und Krach den Bechdel-Test besteht. Aber wie ist nur auf meiner Watchlist gelandet? ■

Gesehen: Eltern

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So gut beobachtet. So wahr. So glaubhaft gespielt. Robert Thalheim gehören für das Drehbuch viele Preise verliehen.

Wenn die Tränen getrocknet sind, ist am größten jedoch die Erleichterung darüber, dass sich alle diese Geschichten im echten Elterndasein nicht konzentriert in eineinhalb Stunden ereignen. ■

Gesehen: Kochen ist Chefsache

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Das macht man nicht! Das Genre des komödiantischen Spitzenkochfilms sollte verboten werden. Es ist ein ganz wunderbarer Film, aber es sollte ihn einfach nicht geben dürfen. Jean Reno ist toll, Michaël Youn ist toll, aber sie hätten nach dem Lesen des Drehbuchs einfach nicht zusagen dürfen. Das gehört sich einfach nicht. ■

Gesehen: Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben

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»Ich habe da noch dieses After-Effects-Template, wo aus einem Kampfhubschrauber ein LKW purzelt.« – »Ach, super! Ich hatte bislang nur die Idee für eine Verfolgungsjagd am Anfang. Das wäre aber zu dünn für den Film.« – »Was machen wir dann am Ende, wenn da keine Verfolgungsjagd kommt?« – »Da müssen wir was am Setting drehen. So ein völlig abwegiger Ort für einen Actionfilm.« – »Hmm, Grenoble in der Schweiz? Oder nein, warte: Tschernobyl!« – »Das ist es! Wie bescheuert! Großartig!«

Leider so gar nicht. ■

Gesehen: Der Vorname

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»Das ist doch dieser Film, wo die sich darüber streiten, ob man sein Kind …«

Genau. Aber mit der Verkürzung auf diese Fragestellung aus dem ersten Teil tut man der Geschichte unrecht. Denn der wundervoll beobachtete Familienwahnsinn im zweiten Teil, dieses Drama, das wir alle nur zu gut kennen, macht den Film erst zu etwas Besonderem. Eine absolute Empfehlung von mir, wenn man erstens nicht davon abgeschreckt ist, dass der Film auf einem Theaterstück basiert und sich deshalb praktisch nur in einem Raum abspielt, und man sich zweitens daran hält, im Vorfeld nichts über das Stück zu lesen. ■