Jahresrückblick 2016

Ich wollte nicht. Aber jetzt habe ich doch. Ohne wäre schade.

Zugenommen oder abgenommen? Ich habe mich in diesem Jahr nicht auf die Waage gestellt. Alte Verhaltensmuster haben sich wieder eingeschlichen. Aber wenn ich wollte, könnte ich jederzeit wieder … Haha! Plus 5 Kilo.

Haare länger oder kürzer? Keine Veränderung.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Der Optiker war zufrieden mit der Entwicklung meiner Augen, weil er dieses eine Rädchen in die andere Richtung drehen konnte, bevor er die neuen Gläser bestellte.

Mehr ausgegeben oder weniger? Plusminusnull.

Mehr bewegt oder weniger? Zu wenig auf konstantem Level.

Der hirnrissigste Plan? Herzlich willkommen! Diese Frage ist der diesjährige Streichkandidat im Jahresrückblick. Im kommenden Jahr wird sie deshalb schonungslos ersetzt durch die Frage: »Erfreut hat mich?«

Die gefährlichste Unternehmung? Das war ein ziemlich ungefährliches Jahr.

Die teuerste Anschaffung? Das Schiebetür-Auto.

Das leckerste Essen? Zucchini-Hackfleisch-Pfanne. Flammblätterteig. Cheeseburger-Muffins. Schinkennudeln. Jedes Essen in Cannobio.

Das beeindruckendste Buch? »Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast«. Das Buch hat mich in der ersten Jahreshälfte ziemlich umgehauen – so sehr, dass ich mich seitdem nicht getraut habe, den Ratschlägen konsequent zu folgen. Aber wenn ich wollte, könnte ich jederzeit … Haha!

Der berührendste Film? Ich habe bei IMDb meine erste 10 vergeben: »Alles steht Kopf«. Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich war bestens unterhalten, ich habe etwas gelernt. Mehr kann ein Film nicht leisten.

Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen? Ich besitze eine Scanner-Persönlichkeit.

Das beste Lied? Irgendetwas zwischen »Hulapalu«, »Keine Maschine« und »Baby, it’s cold outside«.

Der unterhaltsamste Podcast? Strangers.

Die meiste Zeit verbracht mit? Projektmanagement in der einen oder anderen Form.

Die schönste Zeit verbracht mit? Dieser mit den Jahren immer noch großartiger werdenden Familie.

Enttäuscht hat mich? Dass ich so häufig denke, dass wenn ich wollte, ich jederzeit …

2016 zum ersten Mal getan? 50 goldene Geschenke verschenkt, mit einem Podcast auf einer Bühne aufgetreten, am Beckenrand mitgefiebert, das Ende einer Ganztierfütterung gesehen, gesnappt, im Wohnzimmer gepicknickt, Proteinshakes geschlürft, mich an Cold-brew Coffee versucht, einen Modelvertrag unterschrieben, in ein Bällebad gehüpft, in der Mittagspause gegrillt, das Familientippspiel gewonnen, mich mit Pokemons beschäftigt, in einem Châteu genächtigt, Geocaching gemacht, glutenfrei gekocht, auf einer Hüpfburg gehopst, grüne Smoothies gemixt.

2016 nach langer Zeit wieder getan? Eine Probezeit bestanden, Currys gekocht, beim Wrestling gewesen, einen Zahn gezogen bekommen, Monopoly gespielt, im Museum gewesen, einen 3D-Film gesehen, Slotter gespielt, bei einem Umzug geholfen, in Legokisten gewühlt, in einer Tanzschule getanzt, Sternschnuppen gezählt, einem Werbefilm meine Stimme geliehen, beim Firmenlauf mitgelaufen, ein Crowdfunding-Projekt unterstützt, mit dem Bus nach Hause gefahren.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Die ersten zwei Wochen nach der Einschulung, die verschleppte Bronchitis, dass Onkel Martin schon stirbt.

Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte? Private Produktivität, sinnvoll verbrachte Zeit, Perspektivwechsel.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Den Unterschied zwischen Selbstdefinition und Identifikation. Davon habe ich aber vor allem mich selbst überzeugt.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Die Milchschänke vielleicht.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Unser Familienleben.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? »Du bist manchmal wie die EU: Dinge regulieren wollen, die man nicht regulieren muss.«

Und was war sonst noch? Wunderbare Abende mit der selbsternannten Selbsthilfegruppe, einen neuen alten Kollegen begrüßt, all die Oma-Episoden, das Aphtentheater, die Einführung der Wochenkarte, Herrenabende, diese Prowin-Damenrunde vor unserer Gästetoilette, die (indirekte) Nominierung für den Grimme Online Award, die Frau auf dem Bahnsteig mit dem leidenschaftlichsten Stinkefinger aller Zeiten, das Zitat auf Focus Online, Amazon Fire TV, die neue Kaffeemaschine, das WLAN-Radio.

Vorherrschendes Gefühl 2016? Es wird immer besser werden.

2016 war mit einem Wort? Abwartend. ■

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Jahresrückblick 2015

Es ist ein schönes Ritual geworden, zwischen den Jahren alle Tweets und Facebook-Posts, Fotos und Instagram-Bilder, Blogdingseinträge und Excel-Listen, Amazon-Bestellungen und Trello-Kärtchen durchzusehen, um so das vergangene Jahr für diesen Rückblick noch einmal Revue passieren zu lassen.

Zugenommen oder abgenommen? Derzeit zum Vorjahr 4 Kilogramm runter, vom Höchststand 2015 aus gesehen sogar gute 8 Kilogramm. Denn Mitte des Jahres habe ich meine Ernährung umgestellt: auf Low Carb. Das ließ nicht nur Pfunde purzeln, sondern tut meinem gesamten Organismus gut. Größter Nachteil: Essen ohne Planung ist fast nicht mehr möglich, ohne zweiten Kühlschrank noch schwieriger. Echte Hürden sind das allerdings nicht.

Haare länger oder kürzer? »Augenbrauen auch machen? Ach nee, das sieht ja so noch gut aus.«

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Keine Ahnung, verändert zumindest. Vor allem links. Ich sollte 2016 mal wieder zum Optiker gehen.

Mehr ausgegeben oder weniger? Die Lage entspannt sich seit August.

Mehr bewegt oder weniger? Ein Desaster. Das ist ein Thema für 2016.

Der hirnrissigste Plan? Zu glauben, den Schlaf besiegen zu können.

Die gefährlichste Unternehmung? Gefährlich vielleicht nicht, aber so ein Jobwechsel nach elfeinhalb Jahren ist schon ziemlich aufregend.

Die teuerste Anschaffung? Ein neuer, gebrauchter Podcast-Rechner für 179 Euro. Privater Konsum ist es also nicht, was für den ständigen Kontonotstand sorgt. (Wobei die tatsächlich teuerste Anschaffung das Laufband war, das ich jedoch nur indirekt bezahlt habe. Und das Smartphone ist geleast.)

Das leckerste Essen? Was stehe ich inzwischen auf Naturjogurt! Hätte ich vor einem halben Jahr so auch nicht gedacht.

Das beeindruckendste Buch? Irgendwas zwischen »Das hier ist Wasser« und »Das Café am Rande der Welt«.

Der berührendste Film? Die höchste Punktzahl haben in diesem Jahr »Der Vorname« und »Eltern« erhalten.

Die beste CD? Herzlich willkommen! Diese Frage ist der diesjährige Streichkandidat im Jahresrückblick. Im kommenden Jahr wird sie deshalb schonungslos ersetzt durch die Frage: »Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?«

Das beste Lied? Goodbye to Yesterday (Elina Born & Stig Rästa).

Der unterhaltsamste Podcast? Leitmotiv.

Die meiste Zeit verbracht mit? Neulich stellte ich fest, dass die Zeitspanne zwischen dem Verlassen des Hauses und meiner Rückkehr an normalen Arbeitstagen 11 Stunden beträgt. Keine weiteren Fragen.

Die schönste Zeit verbracht mit? Der Familie in Cannobio.

Enttäuscht hat mich? Das Vier-Minuten-Gespräch. Wobei, eigentlich auch nicht.

2015 zum ersten Mal getan? Ein Produkt nach einem Crowdfunding erhalten, einer MiMiMiMi-Lesung gelauscht, bei einer Ballettaufführung gewesen, mich als Baum verkleidet, Briefe mit meinem Foto verschickt, ein E-Bike gefahren, ein Fußball-Podcast gestartet, Firmpate gewesen, ein Biertrikot getragen, Bubble-Soccer gespielt, Mojito-Eis gegessen, S’mores gegrillt, Filme und Serien auf Amazon Prime Video geschaut, Xylit bestellt, Babo Blue getrunken, beim Taschenlampenkonzert gewesen, Fußballgolf gespielt, Zufluchtssuchende unterstützt, Nutellasterne gebacken, per Jobticket unterwegs gewesen, mich zu Halloween schminken lassen, bei der Thai-Massage gewesen, Zahnfee gespielt.

2015 nach langer Zeit wieder getan? Einem Kristallbaum beim Wachsen zugesehen, im Hallenbad gewesen, den Mobilfunk-Anbieter gewechselt, auf einem Gasherd gekocht, im Lago Maggiore geplanscht, in einem Kaiten-Sushi-Restaurant gegessen, einen Bierdeckelturm gebaut, Wrestlemania geschaut, ganze Weinflaschen mit neuen Freunden geleert, mein Profilbild geändert, Kartoffeldruck gemacht, Superbowl geschaut.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Die ewigen Krankenhausbesuche, die Hammelmann-Geschichte, auf die Mittagsspaziergänge verzichten zu müssen.

Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte? Erkenntnisreiche Momente, gerne im Gespräch mit Freunden. Post und Geschenke von Podcasthörern. Viel Zeit für die Kinder.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Ich mich selbst von vielen kleinen und großen Dingen. Das habe ich aber großzügig ins kommende Jahr verschoben.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Kratzeis vielleicht.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Die Briefekiste.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? »Werde richtig kernig!«; »Es war die sprichwörtliche Ehre, mit dir gearbeitet zu haben.«; »Vielleicht interessierst du dich nicht für Einhörner, ich mich aber schon!«; »Vielen, vielen Dank für die zahlreichen unterhaltsamen Podcast-Stunden, die Du mir (und allen anderen Hörern) in diesem Jahr beschert hast!«; »Papa, guck!«; »Scheiße, ich werde Dich vermissen.«

Und was war sonst noch? Die Makeup-Genius-App, kurze Vorstandssitzungen, Nutellagläser mit Namen, Elsa und Anna und Olaf, Dominations, ein 5-km-Lauf, die Stunden in der Intensivstation, Share the Meal, ein eingeklemmter Nerv im Rücken, Bürger auf Puerto Patida geworden, der 11.000-ste Tweet, Ben & Jerry’s Peanut Butter Cup, der vermutliche Flattr-Tod, die Schranke, die alte Dame im Ippendorfer Eiscafé »Eiszauber« mit ihrem eigenen Porzellanschälchen und Silberlöffel, Slack, Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.

Vorherrschendes Gefühl 2015? Aktiv auf der Suche zu sein.

2015 war mit einem Wort? Veränderung. ■

Jahresrückblick 2014

Der Plan ging so: Am 31. Dezember 2013 um 11:27 Uhr habe ich diesen Beitrag angelegt, um dann Monat für Monat meine Tweets, Facebook-Postings, Blogdingseinträge, Instagram- und sonstigen Fotos, Notizen und Excel-Tabellen durchzugehen, damit der Jahresrückblick einfach schon im Lauf des Jahres kontinuierlich wächst und ich nichts vergesse. Das nächste Mal habe ich den Beitrag am 9. Januar 2014 um 12:27 Uhr angepackt. (Wow, das klappt!) Die folgende Revision war am 29. Dezember 2014 um 21:47 Uhr. (Wow, und wie das klappt! Nicht.) Trotzdem bin ich rechtzeitig fertig. Und jedes Jahr überrascht, wie viele Themen ich unverbloggt haben liegen lassen.

Zugenommen oder abgenommen? Ende der ersten Jahreshälfte dachte ich, dass ich die Wende zu #‎nothingtastesasgoodasskinnyfeels‬ schaffen könne: Ich habe »Endlich Wunschgewicht!« gelesen. Der Mindfuck dieses Buches ist wirklich großartig, wenn man großzügig über die Kreationismus-Annahmen hinwegliest. Aber: Mit ausbleibendem Pfundepurzeln hielt er nur für vielleicht vier Wochen, bis ich immer wieder in alte Routinen gekippt bin. Vielleicht muss ich es noch einmal lesen. Und noch einmal. Und noch einmal. Bis der Mindfuck wirklich funktioniert hat. Immerhin: Mein Frühstück besteht seitdem ausschließlich aus Obst, von ein paar Ausnahmetagen abgesehen. Um aber auf die Frage zurückzukommen: Plus 2 Kilo.

Haare länger oder kürzer? Exakt dazwischen.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich habe es in diesem Jahr endlich zum Optiker geschafft! Rechts hat sich die Sehkraft verbessert, links haben die – so habe ich die Optiker-Nerdsprech verstanden – bisherigen Optiker offensichtlich Mist gebaut, indem sie anstatt an der einen Stellschraube meiner Brillengläser an einer anderen etwas verändert haben, sodass das linke Auge keine Chance hatte, es dem rechten in seiner Wunderheilung gleichzutun. (Erkenntnis an dieser Stelle: Das nächste Mal besser nachfragen.) O-Ton des Optikers: »Hatten Sie eine Verletzung am linken Auge? Denn anders kann ich mir diese Werte eigentlich nicht erklären.« Wie auch immer: Nächstes Jahr wird es dann auch links hoffentlich besser werden.

Mehr ausgegeben oder weniger? In dem Jahr, in dem wir wegen der hohen Kinderbetreuungskosten eigentlich auf die Sparbremse treten wollten, kam eine Kleininvestition nach der anderen ins Haus. Schlimm. Mehr.

Mehr bewegt oder weniger? Genau dazwischen. Wobei das nicht stimmt: Parallel zum Buch von Allen Carr habe ich angefangen, so jeden zweiten Abend das Einsteigerprogramm von Mark Lauren durchzuziehen, »Fit ohne Geräte«. Und dadurch fühlte ich mich insgesamt viel fitter. Aber da war zum einen das ausbleibende Pfundepurzeln, zum anderen kam die Lungenentzündung-Bronchitis-Lungenfellentzündung-Geschichte dazwischen. Muss ich dringend wieder anfangen, das hat mir wirklich gutgetan. Allenfalls am Zeitpunkt sollte ich arbeiten: Immer erst spät abends ins Schwitzen zu kommen und danach aufgeputscht hellwach zu sein, kann nicht im Sinne des Erfinders sein. (»Okay, wir sind fertig für heute! Jetzt sollten Sie sich eine gesunde Mahlzeit gönnen!« – »Um Mitternacht??«)

Der hirnrissigste Plan? Für hirnrissige Pläne war dieses Jahr einfach gar kein Platz.

Die gefährlichste Unternehmung? Für gefährliche Unternehmungen gleichermaßen auch nicht.

Die teuerste Anschaffung? Beim »privaten Konsum« war meine teuerste Anschaffung: neue Winterreifen. So traurig.

Das leckerste Essen? Ich war in diesem Jahr auf dem großartigsten Grillevent meines Lebens, dem Angrillen vom Küchen-Funk-Podcast. Hammer. Aus den Osterresten habe ich eine falsche Carbonara gekocht. Hammer. Völlig überraschend war die Qualität des Schnitzels mit Dunkelbiersoße und Semmelknödel in der Hopfenstube in Leverkusen. Hammer-Hörertreffen auch. Zum Vatertag gab es komplett selbst gemachte Cheeseburger von meiner Familie. Hammer. Ich habe in diesem Jahr Hopjesvla selbst gemacht. Hammer. Die Entdeckung des MoschMosch. Hammer. In der »Pizzeria Nunzio« in Rheinbach habe ich in diesem Jahr die beste Pizza meines Lebens gegessen: Pizza Focosa mit roten Zwiebeln, hausgemachtem Pesto, Mozzarella, Knoblauch und Chili. Hammer.

Das beeindruckendste Buch? Da vertraue ich ganz auf meine Bewertungen hier im Blogdings: Dinner for One. Das habe ich aber auch zur ausgeglichensten Zeit in diesem Jahr gelesen.

Der berührendste Film? Die beste Bewertung in diesem Jahr waren 7 Punkte? Das überrascht mich. Von den 7-Punkte-Filmen hat mich dann wohl Perfect Sense am meisten berührt.

Die beste CD? Irgendwann in diesem Jahr hatte ich die Textzeile einer alten Kinderkassette von mir im Ohr: »Armer Papi | hoffentlich | wird dir in der Wäschetrommel | nicht so schrecklich schwindelig.« Gegoogelt, über ein Forum auf der Seite von Michael Frielinghaus gelandet, der seine Kassetten von damals heute auf CD anbietet. So habe ich die CD »Zweites Programm« gekauft, die jede Menge Kindheitserinnerungen wachgekitzelt hat – und mit Sicherheit neue erzeugt.

Das beste Lied? Zwei Herzen, ein Lachen. Woche für Woche. Siebenmal.

Das schönste Konzert? Herzlich willkommen! Diese Frage ist der diesjährige Streichkandidat im Jahresrückblick. Im kommenden Jahr wird er deshalb schonungslos ersetzt durch die Frage: »Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?«

Der unterhaltsamste Podcast? Das war in diesem Jahr eindeutig Viele Wege führen nach Om. Roland und Gerry stellen die großen Fragen, haben aber natürlich auch keine Antwort. Das Themenspektrum ist riesig: Floating Tanks, die Zombie-Apokalypse, Heldenreisen, Psilohuasca und Ayahuasca, NLP, digitale Ethik, gute Lehrer, Bitcoins – ich freue mich bei jeder neuen Episode, sogar zu Tränen gerührt habe mich die beiden in diesem Jahr. Mehr kann ein Podcast nicht leisten.

Die meiste Zeit verbracht mit? TwoDots. Okay, vielleicht nicht die meiste Zeit, aber doch sehr viel Zeit für so ein kleines Casual Game. Und das bis zum heutigen Tag. Deswegen bitte niemals vergessen: Im Zweifel immer ein Quadrat machen. Aber: »TwoDots ist auch keine Lösung!«

Die schönste Zeit verbracht mit? Ich kann es auch auf die Gefahr schlimmsten Kitsches nicht oft genug wiederholen: Mit meiner wundervollen Familie.

Enttäuscht hat mich? Der gedanklich angesetzte Rotstift.

2014 zum ersten Mal getan? Gemumbelt, im MRT gelegen, per Briefwahl gewählt, Craft Beer getrunken, Hexbug-Fußball erfunden (und zur WM deshalb Ewigkeiten im Keller verbracht), jemanden gekündigt, Bingo gespielt, einen Drachen steigen lassen, Bier auf einen Grabstein gegossen.

2014 nach langer Zeit wieder getan? Eine Sandburg mit Wasserstraße gebaut, in einem Gerichtssaal gesessen, Panini-Bilder sortiert und getauscht, ein Zwischenzeugnis gefordert, regelmäßig Wrestling geschaut, das Bundesliga-Tippspiel im Büro gewonnen, Gesichtsbemalung getragen, einen Papierflieger gebaut.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Den Game Changer Day. Den Tod eines Kollegen. Sätze wie »Können wir nicht eine Sonderregelung treffen, dass du in deiner Elternzeit auch arbeitest?«

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Dass man auch ohne meine Anwesenheit problemlos einschlafen kann.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Einen Geißbock in Lebensgröße zu verschenken, war schon ziemlich schön.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Zum 10-jährigen Dienstjubiläum gab es jedenfalls keines. Wobei das – wenn überhaupt – eher zwei Fragen zuvor erörtert gehört. Deshalb: Egal. Ich wollte nur das Jubiläum unterbringen.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? »Der Papa hat sich aber auch was Schönes zum Muttertag verdient.« (Dicht gefolgt von: »Du bist der blödste Papa von allen!«)

Und was war sonst noch? Die Ice Bucket Challenge, die Ablösung des Anrufbeantworters, Jesus looking at things, Quizduell, die 300. Episode von Die Esel und Teddy Show, hohe Klickzahlen in diesem Blog dank auf dem Kassenband platzierter Flaschen, das Knacken der 100.000-Kilometer-Grenze mit dem Polo (»Wenn Sie Ihr Auto verkaufen, kriegen Sie nichts mehr dafür. Deshalb: Fahren, fahren, fahren, bis er auseinanderfällt.«), die Fußball-Weltmeisterschaft mit Audiodeskription.

Vorherrschendes Gefühl 2014? Es kommen auch wieder bessere Zeiten, sie melden sich doch schon regelmäßig.

2014 war mit einem Wort? Atemlos. ■

Jahresrückblick 2013

Um die Lücken – oder eher: die Suche nach Antworten – in diesem Fragebogen auf Dauer möglichst gering zu halten, werde ich ab diesem Jahr jeweils eine Frage streichen und durch eine andere ersetzen. (In Wirklichkeit habe ich das ja auch früher schon gemacht.) Es trifft in diesem Jahr die Frage nach dem schönsten Satz, den ich zu jemandem gesagt habe, neu hinzugekommen ist dafür die Frage nach dem Podcast des Jahres.

Zugenommen oder abgenommen? Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember liegt ein Plus von 1,3 Kilogramm. Geschwankt, nach oben und unten gleichermaßen, hat das Gewicht aber viel stärker. Die Frau Serotonic hat in diesem Jahr zu diesem Thema übrigens sehr tolle Zeilen geschrieben. Und irgendwann begreife ich auch, dass man durch Nahrungsaufnahme nicht wirklich wacher wird.

Haare länger oder kürzer? Keine Veränderungen. Aber ich bin in diesem Jahr das erste Mal von Mama auf meine grauen Haare angesprochen worden.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich muss so dringend zum Optiker! Rechts ist unverändert, aber links ist viel Soße.

Mehr ausgegeben oder weniger? Ich bin völlig verblüfft: Mein Jahresplaner weist ein sattes Plus von 34 Euro 75 aus. Und ein Plus gab es seit etlichen Jahren nicht mehr. Keine Ahnung, wie das passieren konnte.

Mehr bewegt oder weniger? Ein Trauerspiel. Wird aber wieder.

Der hirnrissigste Plan? Genau in dem Jahr, in dem der kleine Mann auf die Welt kommt, mit zwei neuen Podcasts zu starten. Aber für die Homestorys war die Zeit irgendwie reif, und es ist eine wundervolle erste Staffel geworden; jetzt muss ich den Hintern für die Gastgeberakquise hochkriegen, um zukünftig allzu große Lücken zwischen den Episoden zu vermeiden. Im Wagen vor mir läuft ohnehin nur so nebenher, macht deshalb aber nicht weniger Spaß. Und beide Podcasts sind in erster Linie als Ausbildungsprojekte für mich selbst angelegt. Nichtsdestotrotz: Vom Zeit- und Planungsaufwand in diesem Jahr völlig hirnrissig.

Die gefährlichste Unternehmung? Mich bei den Ironbloggern Bonn angemeldet zu haben. Dafür halte ich mich aber richtig gut.

Die teuerste Anschaffung? Auch hier weiß der Jahresplaner die Antwort: Der blöde neue Reifensatz vorne.

Das leckerste Essen? Habe ich schon einmal den Timpano erwähnt? Davon abgesehen hat 2013 das leckerste Eis der Welt mein Leben bereichert: Salted Caramel von Häagen-Dazs.

Das beeindruckendste Buch? Ich lese zwar viel, für Bücher hat es in diesem Jahr aber kaum gereicht. Irgendwo muss man ja Abstriche machen. Deshalb ist es irgendetwas zwischen Eine Billion Dollar und Er ist wieder da.

Der berührendste Film? Bis vor zwei Tagen hätte hier vermutlich Barney’s Version gestanden, aber Die Stadt der Blinden hat das brutalst getoppt.

Die beste CD? Zwei CDs habe ich 2013 gekauft: Mit freundlichen Grüßen und den Giraffenaffen-Sampler. Ganz ehrlich: Da mag ich keinen Favoriten auswählen. (»Meine Ooooma hat ein iPhone mit Propeeeeeeller …«)

Das beste Lied? Recovery von Frank Turner.

Das schönste Konzert? Kunstgriff: Konzerte kann man sich doch auf YouTube anschauen. Und mein absoluter Lieblingskünstler auf YouTube war in diesem Jahr Gennaro Contaldo. Bei ihm ist die Zubereitung jedes Essens mit so viel Liebe orchestriert – könnte ich stundenlang schauen!

Der unterhaltsamste Podcast? Mein Leben in besonderem Maße bereichert hat 2013 der Küchen-Funk.

Die meiste Zeit verbracht mit? Ich habe zwar nicht die meiste Zeit damit verbracht, habe aber noch nie eine Serie auf DVD so zügig weggeguckt wie Hustle: Alle acht Staffeln in vier Wochen. »If you’ve ever been brilliant, please be brilliant now.« Das galt für praktisch jede Episode, von ein paar Episoden in Staffel 3 jetzt einmal abgesehen.

Die schönste Zeit verbracht mit? Meiner 3+1-Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2013? Nichts zu schaffen.

2013 zum ersten Mal getan? Einen Timpano zubereitet. Einen Raum gefliest. Blut gespendet. Den Titel »Best of Teletwitter« eingeheimst. Mich in den Vorstand eines Vereins wählen lassen. Eine Spaltaxt geschwungen. Spätzle selbst gemacht. Einen Feuersalamander gefunden.

2013 nach langer Zeit wieder getan? Eine Bootstour auf dem Rhein unternommen. Zu Sankt Martin geschnörzt. In einem Zelt übernachtet.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Opa hätte gerne noch ein paar gute Jahre leben dürfen, dann hätten wir dieses Jahr seinen 99. Geburtstag gefeiert. Und die Wochen, Tage und Stunden mit und um Papa im Krankenhaus hätten auch nicht sein müssen. Nach diesen beiden Punkten ist es praktisch bedeutungslos, dass ich mir die laufende Heckenschere in den Unterschenkel gerammt habe.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Diese Frage ist vermutlich der nächste Kandidat, um gestrichen zu werden. (Lustig aber, dass »Mit Argumenten überzeugen Sie alle Skeptiker.« mein Glückskeks-Spruch zu Silvester 2012 war, den ich das ganze Jahr im Portemonnaie mit mir trug.) Aber wer es hören möchte, dem empfehle ich Trello recht überzeugend.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Zumindest an seiner Reaktion lässt sich ablesen, dass sich Christian tierisch über meinen Audiokommentar zu seiner 1.000 Episode gefreut hat. Ich habe einen Podcast gerettet! (Vielleicht.)

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Dass da seit diesem Jahr ein zweites, gesundes, offenbar sehr glückliches Kind bei uns wohnt. Schöner geht nicht.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? »Halt dein Herz fest,erwidre noch gebaucht.«, »Hat der Proksch wieder getrunken?«, »Du stehst jetzt auf, sofort!«, »Bei euch ist ja auch ständig Holiday on Ice!«, »Sein Tag scheint mehr als 24 Stunden zu haben!«

Und was war sonst noch? Dieses Fußballjahr! Mit dem Triple! Und Pep!

2013 war mit einem Wort? Kunterbunt. ■

Jahresrückblick 2011

Das geht ja schon gut los: Bereits vor der ersten Frage mit der Suche nach Ausreden, warum es im letzten Jahr dann doch nicht so viele Blogdingseinträge wurden. Ganz akut liegt es an Die Siedler Online, die mir (nicht nur) die momentan beste Zeit zum Bloggen klauen; nämlich dann, wenn die kleine Motte im Bett liegt und einschlafen soll. Aber egal: 34 Einträge sind es nach allen Umbauten, nachträglichen Löschungen und Gegenlesungen geworden. 340% mehr als im Vorjahr. Und der Jahresrückblick steht pünktlich!

Zugenommen oder abgenommen? Im Vergleich zum 1. Januar 2011 steht da jetzt ein ärgerliches Plus von 4,8 Kilo. Aber da es zwischenzeitlich noch mehr war, bin ich guter Dinge, gleich in den ersten Wochen dieses Jahres wieder in Richtung Zielgewicht zu steuern.

Haare länger oder kürzer? Wie Daniela immer fragt: »Im Ganzen wieder ein bisschen kürzer?« Genau.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Einer der aufregendsten Momente im vergangenen Jahr, zum Chefchef zu gehen und ihm zu sagen, dass mich mein jetziger Job nicht mehr motiviert, zeugt von Weitsicht. Doch das war ein Ausreißer in zahlreichen Momenten der Kurzsichtigkeit.

Mehr ausgegeben oder weniger? Noch schlimmer: Ein sattes Minus gemacht.

Mehr bewegt oder weniger? Mehr Hallenfußball, sogar das erste Fußballturnier meines Lebens gespielt. Aber insgesamt weniger. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, regelmäßiges Schwimmen für mich zu entdecken. Bin gespannt.

Der hirnrissigste Plan? Die Schädelplatte ist ziemlich intakt.

Die gefährlichste Unternehmung? »Vieles ist zur Gewohnheit verkommen, doch das ist immer die Gefahr. Routine hat ihren Platz eingenommen.« Doch das ist eigentlich ziemlich gut auszuhalten.

Die teuerste Anschaffung? Welcher Satz folgt in geschätzt 95% der Fälle, wenn man erwähnt, dass man sich einen Touran gekauft hat? »Ach, eine Familienkutsche!«

Das leckerste Essen? Das für Weihnachten 2010 im Backofen geplante Rinderfilet, aufgetaut und gegrillt im Sommer. Freitags: Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Und überhaupt: Die Neuentdeckung der Kaki.

Das beeindruckendste Buch? Ich bin mit den Nachbesprechungen dermaßen im Rückstand … Zu meiner Überraschung einfach so weggelesen habe ich »Neue Vahr Süd«, ziemlich verstört hat mich »Das Hotel New Hampshire«, und einfach nur großartig war »Geschichte machen«.

Der berührendste Film? »The Man from Earth«, wobei ich bei »Ist das Leben nicht schön?« am Ende ja wieder …

Die beste CD? »Mona« von Mona. (Nicht wirklich, nur für den Effekt. Aber Podcasts höre ich nicht auf CD. Und Kinderlieder-CDs? Ich kann hier doch nicht ernsthaft Kinderlieder-CDs …)

Das beste Lied? »Alright Ok« von Johnny Stimson, Grooveshark sei Dank.

Das schönste Konzert? Ich war nur bei der Axis of Awesome: Can you hear the fucking music coming out of my car?

Die meiste Zeit verbracht mit? Arbeiten, auf die eine oder andere oder dritte Art.

Die schönste Zeit verbracht mit? Meiner kleinen Familie und dabei ganz viel gelacht.

Vorherrschendes Gefühl 2011? Getrieben zu sein.

2011 zum ersten Mal getan? Ein Pferd angefasst. In Madrid gewesen. Ein E-Book gekauft. Auf die E-Mail einer Kriminalkommissarin geantwortet. Einen Raum verputzt. »Curb Your Enthusiasm« geschaut. Einen Social-Network-Account gelöscht. Ein Alpaka gesehen. Affengeschichten erfunden. Unkraut mit Feuerkraft vernichtet. Eine Schaukel einbetoniert. Sauerteigbrot gebacken. Auslandsnachrichten als solche behandelt.

2011 nach langer Zeit wieder getan? Mich in einem Computerspiel verloren. Tiere gemalt. Geschaukelt. Im Schwimmbad gewesen. Fahrrad gefahren.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Die Sorge um Opa. Weinende Kolleginnen. Diese Kopfschmerzen.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Ich lasse mich ja lieber von anderen überzeugen. Und dann ziehe ich das auch durch.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Hier wusste ich schon vor einem Jahr nicht wirklich etwas zu antworten. Wenn mir das Anfang 2013 auch passiert, wird diese Frage ersatzlos gestrichen. (Eine Box mit 512 REWE-Starzone-Sammelkartenpäckchen kann jetzt nicht wirklich die richtige Antwort auf die Frage sein.)

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Ich bin ja echt nicht der Bollerwagentyp, der Feiertag heißt immer noch Christi Himmelfahrt. Aber dieses Lesezeichen, das mir die kleine Motte zum Vatertag gebastelt hat …

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? »Papa, sieht super aus!« – »Ich will dich hier halten.« – »Aber die Beziehung zu dir, die war schon immer besonders.« – »Ich arbeite doch daran, dass mein Leben so wird wie deins!« – »Auf viel mehr als die nächsten fünf!«

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? »Oh nein, ich hab die Kirschen vergessen!«

Und was war sonst noch? Viel Klein-Klein auf allen Baustellen.

2011 war mit einem Wort? Müde. ■

Jahresrückblick 2010

Mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass ich keine Fassung dieses Fragebogens aus einem der Vorjahre mehr finden kann. Ich bin aber sicher, ihn mindestens einmal schon beantwortet zu haben. Gruselig, das muss einer panischen Löschaktion privater Bloginhalte zum Opfer gefallen sein. Ohne Backup. An deren Auslöser ich mich nicht einmal mehr erinnern kann. Aber es hilft ja nichts.

Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. Zwischen dem Gewicht vom 1. Januar und dem vom 31. Dezember liegen ziemlich genau 12 Kilogramm, in der Spitze waren es sogar mehr als 16. Kann ich per Excel-Sheet belegen. Ja, die Abnahme war beabsichtigt, den Entschluss habe ich am Ostermontag gefasst. Genau, mit WeightWatchers. Inzwischen bleibts auch ohne stabil.

Haare länger oder kürzer? Keine Veränderung. Nur mehr Anteile in silbergrau-metallic.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich habe mir jetzt nach vier Jahren eine neue Brille machen lassen. Als gesetzlich Versicherter machst du den Weg zum Augenarzt ja nicht mehr, wie das noch zu Privatpatientenzeiten der Fall war. Da verschwitzt man auch einen regelmäßigen Sehtest aus Bequemlichkeit. Unterm Strich: Alles schlechter – ist man als Weitsichtiger dann kurzsichtiger? –, selbst die Hornhaut ist noch verkrümmter denn je.

Mehr ausgegeben oder weniger? Lustig: Dafür gibt es zwar jedes Jahr auch ein Excel-Sheet, aber diese Berechnung habe ich noch nicht integriert. Vermutlich aus Selbstschutz. Weniger kann es aber eigentlich nicht gewesen sein, was die laufenden Kosten angeht, so mit einer Person mehr im Haus.

Mehr bewegt oder weniger? Weniger Fitnessstudio (komplett abgemeldet für 2011), gefühlt weniger Jogging. Aber viel mehr Spaziergänge und unregelmäßig regelmäßiger Hallenfußball. Also irgendetwas in der Mitte.

Der hirnrissigste Plan? Überhaupt ernsthaft den Versuch unternommen zu haben, Pläne zu schmieden. Wobei ich damit nicht meine, dass ich ungeplant durch das vergangene Jahr getorkelt bin, das wäre wohl mein Ende. Aber die deutsche Sprache bietet da ja die feine Unterscheidung zwischen Plan und Planung. Planungen sind gut und liefen meistens okay, Pläne hingegen waren in aller Regel hirnrissig.

Die gefährlichste Unternehmung? Mein Leben hat zurzeit so wenig mit Superheldentum zu tun … aber das wird es wieder, versprochen!

Die teuerste Anschaffung? Mensch, ein Hoch auf meinen Hobbyautismus, dem ich in zahlreichen Excel-Sheets fröne. Es müsste das Dell-Notebook sein, an dem ich das hier schreibe. Studio 17. Guter Name für ein durchschnittliches Produkt.

Das leckerste Essen? Sensationell war in diesem Jahr die Idee, eine Familienfeier von einer semiprofessionellen Köchin in den eigenen vier Wänden kulinarisch begleiten zu lassen. Außerhäusig sehr gut gespeist habe ich im Würzhaus in Nürnberg. Und sehr gute Erinnerungen habe ich an ein selbstgemachtes Huhn Stroganoff, das aber bei der Wiederholung eher durchschnittlich blieb.

Das beeindruckendste Buch? Vermutlich wird »Angerichtet« von Herman Koch diesen Titel erlangen.

Der berührendste Film? Ich habe im vergangenen Jahr zu wenig Filme geschaut, die ich dieser Bezeichnung zuordnen würde. Will sagen: Nach dem wöchentlichen Tatort-Ritual würde ich nicht davon sprechen, soeben einen Film geschaut zu haben – sondern eben einen Tatort. Im Kino war ich meiner Erinnerung nach ansonsten gar nicht, DVDs kann ich auch an einer Hand abzählen. Bleibt also nur »Ist das Leben nicht schön?«, den ich wie jedes Jahr an Heiligabend geschaut und am Ende wie immer … ja, der berührendste Film.

Die beste CD? Ich glaube, dass ich in diesem Jahr keine CD gekauft habe. Doch, na klar: Wie gut, dass es immer eine nächste Frage gibt. Das dazugehörige Album kann ich aber trotzdem nicht als beste CD verargumentieren. Von daher: Keine. (Ha: Ich habe noch ein weiteres Album zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ich wusste doch immer, dass diese Fotos der gesammelten Geschenke für etwas gut sind!)

Das beste Lied? »Satellite« von Lena. Ich kann nichts dafür: Dieser Song hat sich dermaßen in meine Gehirnwindungen gefressen, dass praktisch kein Tag mehr vergeht, an dem nicht irgendwann »Love, oh love« in mir erschallt. Brutal.

Das schönste Konzert? Auf keinem gewesen, ziemlich sicher. Scheiße, ich werde doch nicht etwa zu alt für solche Fragebögen?

Die meiste Zeit verbracht mit? Umdenken. Oder der Erholung davon.

Die schönste Zeit verbracht mit? Meiner kleinen Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2010? Chronischer Zeitmangel.

2010 zum ersten Mal getan? Einen echten, lebensgroßen Schneemann gebaut. Einen Wikipedia-Artikel editiert. Club-Mate getrunken. Einen ganzen Vogel gefüllt und zubereitet. Ein Gerät mit Touch-Display gekauft. Einen Dyson Airblade benutzt. Ein Familienfoto mit Heino geschossen.

2010 nach langer Zeit wieder getan? Trompete gespielt, nach 14 oder 15 Jahren wieder. Leider hat dann keine Bandprobe mehr stattgefunden, nachdem ich das erste Mal daran teilgenommen hatte. (Kein Kausalzusammenhang, das muss sich einfach noch terminlich finden.) Außerdem habe ich zur WM das Panini-Album komplett gefüllt. Da sind seit dem letzten Klebebildchen vermutlich 22 Jahre vergangen. Den Schulhof zum Tauschen habe ich durch eine Internetplattform ersetzt.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Die personellen Veränderungen im Büro. Häufiges Aufstehen in der Nacht. Schneeschippen zu Beginn und zum Ende des Jahres.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Dass es nur an einem selbst liegt, wie man es und was man daraus macht.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Geschenkemachmäßig war das echt ein Durchschnittsjahr. Abgesehen davon, dass man diese Frage schon aus Anstand nicht selbst beantwortet. Es wird aber irgendetwas zwischendurch gewesen sein, das sind ja sowieso die schönsten Geschenke.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Das wäre jetzt so sentimentales Elterngefasel. Diese Geschichten mit dem einen Lächeln, das einen alles andere vergessen lässt. Stimmt aber trotzdem. Und davon habe ich jede Menge bekommen.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? Die kleine Motte kann ja noch nicht reden. Aber ich sagte: »Gib mir doch bitte mal deine Socke.« Und als sie dann nach links gegriffen hat, um mir eben ihre Socke zu geben, hat es mich völlig zerrissen. Da wusste ich: Sie versteht mich. Gesagt hätte sie wahrscheinlich: »Hier, meine Socke.« Ein wahrhaft schöner Satz.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? Da habe ich nichts notiert. In keinem Excel-Sheet, in keinem Stream, auf keinem Foto und in keiner Datei. Daran muss ich im Jahr 2011 arbeiten.

Und was war sonst noch? Eine viel zu offen gestellte Frage, insbesondere für das Jahr 2010. Denn da war ja nichts! Aber davon so viel, dass ich es hier nicht zusammengefasst bekomme.

2010 war mit einem Wort? Andersartig. ■