Gelesen: Hitze

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Ich bin ja bekanntermaßen fasziniert vom Blick in Restaurantküchen. Die militärische Organisation, die ewige Suche nach Perfektion, die professionelle Auseinandersetzung mit Lebensmitteln. Wenn die Beteiligten allerdings so wenig Spaß an der Sache haben, wie Bill Buford es in »Hitze« beschreibt – oder eher: der Stress dermaßen überwiegt –, schlägt meine Faszination um.

Durch viele Seiten dieses Buches habe ich mich deshalb in wahrsten Sinne des Wortes gequält. Mario Batali hätte ich mir lieber nie auf YouTube angesehen. Die Besessenheit hat mich angewidert. Es gibt aber auch tolle Passagen – lehrreiche Abhandlungen zu Pasta beispielsweise –, zu denen der feuilletonistische Schreibstil perfekt passt.

Ich war also hin- und hergerissen von diesem Buch, abgestoßen und begeistert, und das Bewertungspendel schlug letztlich doch knapp in den positiven Bereich. ■

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